Bequem per Web
Schon seit langem kann man Dinge wie Bücher oder CDs über das Internet kaufen – bei anderen Produkten wie z.B. Nahrungsmitteln war das lange Zeit problematischer bis auch die Lieferdienste ihren Weg ins Web gefunden haben. Heute ist auch das kein Problem mehr, egal wo man sich gerade befindet. Vor allem wenn man in einer fremden Stadt ist weiß man nie so genau welcher Lieferservice wirklich gut ist und statt lange zu suchen gibt es nun Bringbutler. Die liefer zum Beispiel einen schnellen Überblick, welchen Pizzaservice in Köln man mit gutem Gewissen wählen und dabei sicher sein kann, dass es schmeckt.
Wie das geht? Supereasy. Einfach die Postleitzahl oder Stadt eingeben, bei Großstädten den Stadtteil auswählen und schon findet man eine komplette Liste der Lieferservice – inklusive der Bewertungen anderer Kunden und welche Zahlungsarten möglich sind. Wenn man sich für einen Service entschieden hat nur noch darauf klicken und sofort sieht man die komplette Menükarte, kann auswählen von was man wieviel will und sendet die Bestellung ab. Easier gehts wirklich nicht. Wobei doch, wenn man den Service häufig nutzt, dann kann man sich eine App für sein Smartphone laden, dann geht es noch schneller und einfacher. Nur bezahlen und essen, dass muss man noch selber.
Nur die Zeit in denen man sich Sorgen machen musste, ob man sich für den richtigen Lieferservice entschieden hat, die ist vorbei. Ebenso wie das lästige Suchen der Flyer einzelner Läden die man im Normalfall genau kurz davor ins Altpapier geworfen hatte. Dort kann man sie nun auch lassen. Das ist ein Butler, den sich jeder leisten kann
Da passt das Motiv einer Werbeagentur aus Mexiko ganz gut: Das zwitschernde Vögelein von Twitter welches genüßlich in eine Pizza beißt und somit klar ist, dass es die Pizza nun auch übers Web gibt (wenngleich nicht über Twitter).
Wie ist die Stimmung?
Es gibt ja gewisse Vorurteile und Gerüchte wie die Stimmung in so manchen deutschen Städten ist. Dank O2 kann man jetzt in Echtzeit sehen, wie die Stimmung in welcher Stadt gerade ist und sich im Zeitverlauf entwickelt hat. Eine eigentlich sehr simple aber dafür umso cooler umgesetzte Idee die auch voll auf die Marke passt. Mir gefällts sehr gut und deswegen ist es auch mit Grund auf der Shortlist der FWA gelandet.
Dass das Web gut aussieht
Immer größere Anteile von den Marketingbudgets gehen in das Onlinemarketing. Bei Webseiten großer Kampagnen ist dann von großer Bedeutung, dass diese auch gut aussehen und problemlos dargestellt werden – ansonsten kann ein Branding schnell auch billig aussehen. In den Händen haben das die Werbetreibenden natürlich nicht, schließlich ist jeder User selbst dafür verantwortlich, welchen Browser er benutzt. Ob er es sich einfach macht, und die bereits vorinstallierten Internet Explorer respektive Safari benutzt oder sich einen anderen, frei verfügbaren Browser holt. Ganz vorne dabei ist bei den Download-Charts Chrome von Google, ein sehr minimalistischer Browser und natürlich der Firefox der jüngst in der allerneusten Version 12.0 released wurde. Bei diesem soll nun endlich das AddOn-Handling deutlich verbessert worden sein – eine Sache die mich bisher eher genervt hat. Aber mit den neuen Optimierungen gibt es wirklich keinen Grund, nicht sofort um seinen Foxload Browser Download zu kümmern weil die neueste Version überzeugt vollständig – wie man auch sonst wirklich überall nachlesen kann.
Bald ist wieder Europameisterschaftszeit…
und der Countdown läuft. Man merkt es auch in der Werbung. Der erste Spot des offiziellen Biersponsors der deutschen Nationalmannschaft, Bitburger, von Jung von Matt/Alster ist bereits on Air und schürt die Vorfreude. Das wird durch die alte Rivalität mit den Holländern in ihren bekannt orangenen Trikots und eine tolle filmische Umsetzung erreicht.
Jeder Fußballbegeisterte ist sich allerdings sicher, dass wir die Holländer “locker” packen können. Spannender wird es auf jeden Fall gegen die Spanier weil diese doch neben der deutschen Nationalmannschaft mit Sicherheit die spielstärkste Mannschaft stellen. Das somit auch die EM Quoten auf ein solches Duell hinweisen ist logisch. Wer gut tippt hat nach dem Finale also die Chance doppelt zu feiern. Unseren ersten Titel nach 16 Jahren (damals durch das Golden Goal von Oliver Bierhoff, ich werde diesen Moment wohl niemals vergessen) und einen ordentlichen Gewinn durch den richtigen Tipp.
Seife ist nicht gleich Seife
Für viele Leute ist Seife gleich Seife und die ist weiß, weil weiß sauber bedeutet. Außerdem ist nasse Seife unter Umständen glitschig was in so manchem mehr oder wenigen witzigen Slapstick-Komödien schon oft thematisiert wurde. Auch die Werbung hat es sich schon zu nutze gemacht, beispielsweise die Agentur Bates für Audi die zeigt, wie man dieses Problem in altbekannter Allrad-Manier lösen könnte.
Aber Stop. Stimmt nicht. Seife muss nicht weiß sein und sie kann mehr, als nur sauber machen. Jedenfalls wenn es sich um eine hochwertige Schwarze Seife, die Dudu-Osun Tanamera, handelt. Der Name liest sich für jeden, der es noch nicht kennt vielleicht merkwürdig, aber sobald man sie ein Mal benutzt hat ist und bleibt einem der Name hängen. Weil dieses Produkt mehr ist als ein gewöhnliches Mittel zum Waschen der Hände. Diese schwarze Seife wirkt auf den ersten Blick für uns Europäer ungewohnt weil wir helle Farben erwarten, schließlich will ja jeder, dass man sauber wird und dann muss es doch hell sein. Dies ist allerdings ein Fehler. Ausgangsbasis für dieses multifunktionale Produkt welches nicht nur reinigt sondern auch gleichzeitig ein Peeling und eine Lotion ist, ist die Asche der verbrannten Fruchtstände von Palmfrüchten (z.B. Sheanuß) und wirkt bei regelmäßiger Nutzung – von was man bei einer Seife hoffentlich ausgehen kann – vor allem bei besonders fettigen oder trockenen Händen welche zu Hautirritationen neigen. Eine gute Alternative aus Afrika zu den westlichen Industrieprodukten die mit einem feinen Schaum mehr pflegt, als das durchschnittliche Supermarktprodukt. Aber am besten selbst von der Wirkung überzeugen und die Dudu-Osun Tanamera direkt bestellen und selbst testen!
Wechselabsichten
Raffinierte Printmotive aus Indien für einen Mobilfunkanbieter: Wechseln und dabei seine Nummer behalten. Wo kommt das nach vor? Also das eine bestimmte Person mit einem bekannten Namen etwas wechselt und seine Nummer dabei behält? Richtig, beim Fußball. Und da die Farben so mancher Nationalmannschaft in der breiten Masse deutlich bekannter sind als jene von Vereinen hat JWT Bangalore einfach den Argentinier Messi mit seiner 10 in ein Trikot des nächsten Fußballweltmeisterschaftsausrichters Brasilien gesteckt und als “Ersatz” dafür den “galaktischen” CR7, also Christiano Ronaldo, das weiß-blaue Trikot der Südamerikaner aufgezwungen was diesem wahrscheinlich nicht gefallen würde, liebt der doch auch sein Portugal. Gelungene Motive, richtige Volltreffer.
Detaillierte Einsichten
Es erweckt den Anschein, als würden sich kulturelle Einrichtungen für kreative Werbung gut eignen. Jung von Matt macht seit Jahren herausragende Kreationen für das Konzerthaus Dortmund und auch dieser Streich von Scholz & Friends Berlin ist wirklich sehr, sehr gelungen. Musikinstrumente der Berliner Philharmoniker werden in Szene gesetzt als wären sie selbst die großen Säle – ungewohnt detaillierte und hübsch inszenierte Einsichten von Violine, Querflöte und Co.
Was wirklich Spaß macht…
Vor einiger Zeit bin ich umgezogen. Während viele als eine der ersten Aktionen nach dem Einzug sich ihren Kabelanschluss anmelden und einen großen Fernseher holen habe ich bewusst darauf verzichtet. Weil mich die Werbepausen stören. Weil mich viel zu viel schlechtes Programm auf den Sendern stört und man viel zu viel Zeit davor verbringt. Die Oma eines Freundes sagte einmal “Es ist egal wie teuer der Fernseh ist, es kommt immer der gleiche Müll.”
Deswegen liebe ich das Kino. Weil dafür Filme gemacht werden. Einfach mal nachschauen, was derzeit läuft, sich bewusst einen Film heraussuchen, schauen in welchem Kino er zu welcher Zeit läuft und mal zwei oder drei Stunden komplett abschalten, eintauchen in eine andere Welt – das ist großartig und macht einfach nur Spaß. Im übrigen, dieser Spot ist mittlerweile 6 (!) Jahre alt und ich kenne ihn heute noch, freue mich heute noch darüber wenn ich daran denke… das ist auch eine respektable Leistung der Agentur.
Meine nächsten Filme? Wahrscheinlich “Das gibt Ärger”, “The Grey” und “Man in Black 3″… episch.
Hauptfiguren auf der Straße
Manche gute Kreation wirkt Kulturübergreifend. Allerdings kann das nur geschehen, wenn die genutzten Zeichen und Symbole innerhalb der verschiedenen Kulturen bekannt und mit den gleichen Werten aufgeladen sind. Wie das sehr gut funktioniert sieht man an dieser Kampagne aus Brasilien für eine Solidaritätsbewegung! In dieser wird dazu auffordert Bücher zu spenden als diese wegzuwerfen – und auf den Motiven sieht man die heimatlosen drei Schweinchen, das herumirrende Rotkäppchen und den alleingelassenen Pinnocchio
Im Internet muss nicht alles kostenlos sein
Derzeit gibt es Diskussionen über die neuen Datenschutzbedingungen von Google weil diese alle ihre Dienste miteinander abgleichen werden. Ist auch logisch, so können sie gezielter Werbung machen und dafür haben wir kostenlose Services welche so Geld kosten würden. Warum sich alle darüber aufregen, verstehe ich nicht. Google ist schließlich ein Unternehmen welches Geld verdienen muss…
Aber eine andere Sache die man daraus lernt ist, dass man selbst, die eigenen Daten und die eigene Aufmerksamkeit den Unternehmen Geld wert ist. Schließlich hoffen sie darauf, dass wir die richtigen Informationen zur richtigen Zeit bekommen und dann wiederum unser Geld ausgeben… damit wird dann allerdings ein Schuh daraus, weil man nicht nur, wie bei dem großen Konzern Google und vielen anderen Anbietern wie United Internet oder Lastfm o.ä. kostenlose Services bekommt sondern auch Geld verdienen im Internet möglich ist – wenn man sich ein wenig Zeit nimmt und sich, wie auf der zuvor verlinkten Seite sehr ausführlich aufgeführt, nur die seriösen Anbieter heraussucht. Ich finds super. Es muss nicht alles kostenlos sein – es kann auch gewinnbringend sein.
Mal wieder Visitenkarten als Werbung für die Marke – dieses Mal…
Adidas. In Sao Paulo, Brasilien, haben alle Mitarbeiter eines Stores eigene Schnürsenkel als Visitenkarten bekommen. Wie cool ist das bitteschön? Schuhe sind eines der ersten Dinge, die man mit der Marke mit den drei Streifen verbindet aber das so schön umzusetzen mit der Adresse des Stores, das ist wirklich aller Ehren wert. Bei Adsoftheworld gesehen.
Coca Cola Markenstrategie 2020 – von der kreativen zur inhaltlichen Exzellenz
Zwei Videos, nicht nur sehenswert für Fans der uramerikanischsten aller Limonaden sondern für jeden, der sich wegen Beruf oder Hobby mit Werbung und Kommunikation beschäftigt. Weil an dieser Stelle nicht nur ausgeführt wird, wie sich das Kommunikationsverhalten verändert hat sondern auch wie man damit umgehen kann und wie man sich darauf einzustellen hat. Zwanzig Minuten und ein wenig Nachdenken was sich lohnt. Eine Herausforderung für große und für kleine Marken, wenn Inhalte wieder wichtiger werden weil leere Worthülsen schnell “verpuffen” wenn ihre nichtigkeit erkannt wird.




