So small, CSS Versicherungen | Beaufort8, Stuttgart.



Nachdem ich vor einiger Zeit für Hallimash* bereits eine Rezension für die CSS Versicherung geschrieben habe kommen nun 3 sehr nette Printmotive. Alle 3 sagen, sowohl bildlich als auch textlich sehr schön, dass die Beiträge bei Nicht-Inanspruchnahme nur sehr klein sind. Wäre die Versicherung aus Schwaben würden alle Headlines mit “le” aufhören. Beiträgle, Tarifle, Sümmle. Ich finds jedenfalls sehr gut gelungen. Bei adsoftheworld hat (vermutlich ein Schweizer?) dann allerdings geäußert
That’s exactly why lots of swiss don’t like the germans!
Vielleicht ein etwas humorloser Zeitgenosse. Wobei schon etwas dran ist: Viele Deutsche machen sich über das Schweizerdeutsch lustig und verkennen, dass es nicht ein Dialekt und die Unfähigkeit Hochdeutsch zu sprechen sondern eine eigenständige Sprache ist.
Wie gesagt, ich finde es trotzdem lustig. Außerdem wurden die Motive sicherlich auch von der schweizer Konzernzentrale abgesegnet. Vermute ich mal. Via.
*In Zukunft werde ich keine Rezensionen mehr für Trigami oder Hallimash schreiben. Die Angebote wurden schlicht und ergreifend immer unseriöser und sind im Normalfall für allgemeine Blogs wie dem Meinen auch nicht passend. Beide Accounts sind mittlerweile gelöscht. Der Werbeblogger hatte von Anfang an Recht.
Hundezähne, Pedigree | TBWA, Paris.

Wenn man möchte, dass sein Hund in Zukunft das Dosenfutter selbst öffnet muss man ihm nur hin und wieder die Pedigree Dent Stix geben – die sorgen schließlich für stärkere Hundezähne. Warum jetzt unbedingt noch eine Pedigree-Dose im Napf stehen musste bleibt wohl für ewig ein Geheimnis. Schade. Via aotw.
Bulldogge, Volkswagen Golf TSI | DDB, Stockholm.

Häufig werden in der Werbung Ideen absichtlich oder unabsichtlich recycelt. Vor einiger Zeit habe ich euch diesen traurigen Hund aus Finnland gezeigt. Auf Joelapompe habe ich nun gesehen, dass es exakt die gleiche Idee bereits 2 Jahre früher von DDB in Schweden gab. So etwas.
Mehr Aufmerksamkeit für den Müll | Colenso BBDO, Auckland.

Jeden Tag wurde der unachtsam an Bushaltestellen weggeworfene Müll eingesammelt und in die CLPs geworfen um zu demonstrieren, was für Mengen sich innerhalb weniger Tage dort ansammeln. Hat sicherlich einige Passanten zum nachdenken angeregt. Via directdaily.
Buchstabensuppe, Maggi | Publicis, Frankfurt.
Eine klassische Szene aus der Werbung: Die Familie sitzt am Tisch und ist am Essen.
Langweilige Klischees aus der Werbung. Allerdings mit einer unerwarteten Wendung. Die Kinder beleidigen sich gegenseitig. Ohne Geschrei. Mit Wörtern aus Buchstaben auf ihren Zungen. Bis es dem Vater zu bunt wird und die Kinder ermahnen möchte….
… was allerdings schief geht. Mutig das Maggi (Nestle) so etwas wagt. Zur Zeit hat das Video auf YouTube keine 6.000 Views aber man darf gespannt sein, ob es sich Viral verbreitet. Das Zeug dazu hat es auf jeden Fall. Via OTR.
Real Life’s Better, MTV | 180, Amsterdam.
180 Amsterdam steht ja wirklich oft für großartige Kreation und abgefahrene Ideen. Wenn das mit MTV als Kunden zusammentrifft sind solche Spots wohl nur die logische Folge:
Um Strom zu sparen sollte man die Konsole oder das Notebook ausmachen und das wahre Leben genießen. Dafür offen sein, dass sich vor dem Haus 3 Mädels in Bikinis mit Schlamm einsauen und der durchtrainierte Traumprinz seinen Luxuskörper auf einem Zuchthengst im Garten präsentiert. Trashige Kameraführung und ein köstlich gelangweilter Sprecher runden das gesamte Paket noch ab und man hat zwei unkonventionelle, geile MTV Spots.
Wii Experience Wario Land Shake it!
Klickt diese geniale YouTube Promotion für die Wii.
Normal binde ich YouTube Videos direkt auf meinem Blog ein. Verständlich. Dafür gibt es schließlich die Embed-Funktion. Dieses mal nicht – das ganz große YouTube-Kino spielt sich nämlich auf der gesamten Seite ab. Schaut es euch an. Ich bin fasziniert, dass Google/YouTube so etwas machen. Tolle Idee und Umsetzung. Am Ende sieht es aus wie auf dem Screenshot unten. Via Werbeblogger Schnellschusslinks.

Haustiere, Lifebuoy Seife | Lowe, Jakarta.

“Du isst, was du berührst.”

“Du isst, was du berührst.”
Diese beiden Printmotive sind einfach nur zum genießen. Für jeden Genießer von Werbung ein hochgenuss. Ich kann mich auf jeden Fall an keine Seifenwerbung erinnern die in einer solchen Richtung umgesetzt wurde. Dazu kommt noch diese tolle Photoshop-Umsetzung (falls es kein Photoshop war ist es ein Fall für den Tierschutzbund).
Merkt euch: Egal wie lieb eure Haustiere sind, wie flauschig das Fell und wie kuschelig die Kleinen: Wascht euch die Hände bevor ihr Muffins oder Croissants esst. Via aotw.
Klassenzimmer, Arjowiggins | EuroRSCG, Sao Paulo.

“New Curious Ice Silver 200g. The heavier paper from Arjowiggins.” Sehr schönes Motiv aus Brasilien welches ohne Headline nicht funktionieren würde. So aber versteht man, dass das neue Papier noch dicker und stärker ist. Interessant anders gedacht. Via ibelieve.
Borussensponsor, Evonik | KNSK, Hamburg.
Wie der geneigte Fußballfan weiß steht auf den Trikots von Borussia Dortmund Evonik. Und als Sponsor muss man auch kommunizieren, dass man Sponsor ist. Also schaltet man zu jedem Bundesliga-Heimspiel in der Stadionzeitschrift (Borussia Aktuell) des BVB ein Motiv zum aktuellen Gegner.
Hier beginnt nun die unsägliche Geschichte. Zum Derby gegen Schalke (welches ja die Gemüter sehr erhitzte. Ein verspielter 3 Tore Vorsprung. Platzverweise. Verweigerte Nachspielzeit) wurde diese Anzeige geschaltet.

Der Texter muss sich gefreut haben als er den Job bekam: Schließlich ist bei einer solchen Rivalität wie es sie zwischen dem BVB und Schalke 04 gibt viel Emotion dabei. Und man darf deutlich freier an die Aufgabe herangehen als wäre es eine große Kampagne für die ganze Republik. Schließlich sehen es nur 80.000 im Westfalenstadion. Und Evonik kann sich dort deutlich frecher und frischer verkaufen wie man es normal von Großunternehmen gewohnt ist und erwarten würde. Diese gewisse stichelnde Ironie ist hervorragend getextet
Leider hatte man die Rechnung nicht mit einigen humorlosen (Politikern) Zeitgenossen gemacht die sofort Dinge äußerten wie
»durch diese Anzeige der Evonik-AG wird eine ganze Stadt mit ihren Bürgerinnen und Bürgern diffamiert und beleidigt.« Das könne weder Stil noch im Interesse des Unternehmens sein.
Gerade Gelsenkirchen und die Menschen vor Ort seien dem Bergbau immer besonders verbunden gewesen und hätten deshalb vorbehaltlos den Bergbau unterstützt – »trotz aller Belastungen, die ihr Kohleabbau und die -verarbeitung mit sich gebracht haben«
»Ich halte diese Anzeige deshalb nicht nur für völlig unangebracht und geschmacklos, sondern unseren Bürgern gegenüber beleidigend.« Eine Entschuldigung sei angebracht.
Starker Tobak. Immerhin reagierte die Pressestelle von Evonik genau richtig. Kurz und ohne einen Rückzieher zu machen. In einem offenen Brief stand folgendes:
»Wir können gut verstehen, dass dem Schalke-Anhänger Haertel der Humor nach dem Spiel am Samstag vergangen ist«, erklärte eine Unternehmens-Sprecherin auf Anfrage. Mehr gebe es dazu zu nicht zu sagen.
Alles richtig gemacht! Man sollte sich über solch unterhaltsame Anzeigen freuen anstatt beleidigt zu sein. Wie man souverän damit umgehen könnte sieht man auch auf dem Blog Gelsenclan. Diese fühlen sich auch nicht diffamiert, beleidigt oder entehrt und äußern ebenfalls nur unverständniss über ihre Politiker.
Müdes Mobile Marketing.
Irgendwie komisch. Da stolpere ich gestern bei Stern über einen Artikel welcher sich anlässlich der OMD (Online-Marketing Düsseldorf) mit Mobile Marketing befasst und bin im ersten Moment wirklich positiv angetan. Das ein solches Thema angesprochen wird welches hier in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt und sich entwickelt. Toll, dass bei Stern Online über so etwas geschrieben wird.
Doch relativ schnell folgt auf meine Freude Ernüchterung.
Das große mobile Werbegeschäft sehen Experten hingegen in Internetanzeigen, die an die kleineren Handydisplays angepasst sind.
Was als erstes wie eine große Chance im Marketingmix erscheint ist nun nur noch die einfache Adaption von Online-Bannern auf Handyformate. Zum Glück werden ja Handydisplays (allen voran das iPhone und HTCs) immer größer. Gerade jene tragen dazu bei, dass man öfters unterwegs auf normalen Webseiten surft und nicht mehr auf diese hässlichen WAP-Seiten zurückgreifen zu muss. So kann man überall tolle Banner einsetzen.
Mediale Langeweile. Wie wärs es stattdessen mit innovativen Ideen und echtem Mehrwert?
Branded Entertainment mit welchem sich die Personen gerne auseinandersetzen. Die Software freiwillig im AppStore suchen und installieren? Spannenden Content bieten oder echten Mehrwert bieten ist tausend Mal mehr wert als die Adaption von Bannern.
Schließlich ist deren Bedeutung so oder so schon lange Diskussionswürdig. Als Beispiele möchte ich hier nur die Click-Raten zwischen 0,2% und 2% sowie das antrainierte ignorieren und übersehen von Bannern erwähnen. Und natürlich gewisse Softwareanwendungen welche Banner komplett ausblenden.
Aber gut. Wenn dies die Zukunft des Mobile Marketing ist – ich bin gespannt. Gespannt wie sehr man uns langweilen wird.
Hier noch etwas für jeden den schöne Cases interessieren. Ebenso hier. Aber Vorsicht: Dort findet ihr keine adaptierten Banner welche die Zukunft des Mobile Marketing sind.
Die Coke Zero wird zur Coke Zero Zero Seven.
In jedem Hollywood-Kinofilm werden Marken platziert was das Zeug hält. Beim letzten Teil von James Bond sah man den schicken Aston Martin, den praktischen Ford Mondeo, die Cam und das Notebook von Sony um nur Einige zu nennen.
Für den neuen James Bond-Streifen “Ein Funken Trost” “Ein Quantum Trost” gab es nun eine Zusammenarbeit zwischen Sony Entertainment und der Coca Cola Company.
Um den Film zu promoten wird Coke Zero in Coke Zero Zero Seven (Coke 007) umbenannt. Dazu kommt eine spezielle Flasche mit dem 007 Schriftzug, dem Filmtitel, einer Silhouette von Daniel Craig sowie dem typischen Pistolenlauf in den Handel. Insgesamt eine sehr stylisches Produktdesign.





