E-Plus, die mediale Gießkanne und neue Markenbotschafter.
Am 26. Februar kam bei Horizont.net eine Meldung, welche mich wirklich überrascht hat. E-Plus wird in Zukunft keine Fernsehwerbung mehr machen und auch die Investitionen in anderen klassischen Medien wie Plakat und Print reduzieren. Überraschend ist es, weil Jung von Matt (E-Plus, Base) und Plantage (Vybemobile) bisher viele Spots für den im Fernsehen sehr aktiven Mobilfunkanbieter gemacht haben.
Aber die Zeiten ändern sich. “Es mache keinen Sinn mehr, Deutschland mit der werblichen, medialen Gießkanne zu überfluten”. Stattdessen sollen in Zukunft die Kunden und Vertriebspartner als (äußerst glaubwürdige) Markenbotschafter der drei Marken fungieren.
In einem Seminar in diesem Wintersemester 08/09 haben drei Kommilitonen und ich die Markenkommunikation verschiedener Direktbanken untersucht und hatten bei einer Umfrage mit 370 validen Antworten ein Ergebnis, welches in die gleiche Richtung ging:
Nichtwerbliche Kontakte wie Freunde und Artikel werden viel häufiger zu Rate gezogen und beeinflussen die Entscheidungen für oder gegen eine Marke sehr viel stärker, als z.B. Banner oder klassische Massenmedien.
Und sowohl bei Direktbanken als auch bei Handyverträgen handelt es sich tendenziell eher um High-Involvement Produkte: Es geht um viel Geld und in der Regel lange Laufzeiten bei einem hohen Risiko im im Falle einer Fehlentscheidung.
Ich finde die Entscheidung von E-Plus sehr spannend und auch nachvollziehbar in einer Zeit, in der beinahe jeder ein Handy besitzt und der Markt gesättigt ist.
- “Jedes” weitere Wachstum im Kerngeschäft nur durch Verdrängung realisiert werden.
- Es ist bekannt, dass es bedeutend günstiger ist, einen bestehenden Kunden zu behalten als einen neuen zu gewinnen.
Eine aktive Kundenpflege ist also ein guter Weg, bestehende Kunden zu halten und sie als Multiplikatoren zu nutzen. Gerade bei Handyverträgen machte man -wenigstens früher- seine Entscheidung für oder gegen einen Anbieter auch häufig davon abhängig, welchen Anbieter die meisten Freunde verwenden.
Die Frage, welche ich mir stelle ist allerdings: Was wird passieren wenn sowohl der Vertrieb als auch der Support diese Philosophie nicht leben? Ich weiß nicht, wie es bei E-Plus ist weil ich noch nie Kunde dieser Marke war aber ich weiß, dass ich meinen Vertrag bei O2 nun kündigen werde weil der Kundenservice im letzten Jahr miserabel war: Die Mitarbeiter im Callcenter waren unmotiviert und behandelten mich eher als Bitsteller denn als “König Kunde”. So verlieren sie nun nach 6 Jahren mich als Kunden. Vielleicht gehts zu E-Plus, vielleicht zu T-Mobile (das iPhone ist halt schon eine Überlegung wert) oder Vodafone. Mal sehen. Jedenfalls darf so etwas bei der neuen Strategie von E-Plus nicht passieren. Wenn aber die Mitarbeiter wirklich alles für den Kunden geben und es eine wirkliche “wechselseitige Beziehung auf Augenhöhe” zwischen den Marken und den Kunden gibt kann diese Unternehmensentscheidung wirklich erfolgsversprechend sein. Was durch die neue Fokussierung von Dialogmarketing natürlich auch kritisch sein könnte ist die neue Datenschutznovelle.
Insgesamt finde ich es einen sehr spannenden und auch logischen Schritt von E-Plus. Außerdem platzieren sie sich dadurch in Kanälen, die bisher durch die Konkurrenz noch nicht sooo sehr besetzt sind wie die klassischen Medien. Kluge Sache! Alleinstellung in bisher kaum genutzten Kanälen.
Wer noch etwas mehr über Meinungsführer lesen möchte empfehle ich Artikel 1 und Artikel 2 von Martin Oetting welcher bei TRND arbeitet. Auch er hat über Entscheidung von E-Plus gebloggt und bezeichnet es als “einen weiteren Schlag gegen die massenmediale Werbekeule“.
Schmerzen beim schlafen.

Interessanter Kunden-Insight den EURO RSCG in Taiwan für diese Werbung benutzt hat. Personen die an degenerativer Arthritis leiden schlafen wohl nicht besonders gerne auf dem Rücken weil es zu sehr schmerzt und bevorzugen deshalb die Embryonal- bzw. Murmeltier-Position im Bett. Wie man das am besten darstellt? Ohne die Betroffenen aber mit Matratzen…. sehr schön. Ob das Medikament dann wirklich dabei hilft kann man nur hoffen – ich kann es nicht einschätzen und werde es hoffentlich auch niemals benötigen. Via aotw.
Zeit, den Job zu wechseln.
Ich habe mal gelesen, dass fast jeder 5te Arbeitnehmer bereits innerlich seine Stelle gekündigt hat.
Das sind Millionen von Menschen, die jeden Morgen mit einem schlechten Gefühl aufstehen, Frühstücken und in ihre Firma gehen und am liebsten sofort darauf verzichten würden.
Die Gründe dafür können verschiedenster Natur sein: Mobbing, schlechte Bezahlung, zu viel Druck oder zu schlechte Arbeitszeiten oder einfach langweilige Aufgaben.Das ist der reinste Horror.
Jobportale wie im folgenden Spot monster.com von BBDO New York welcher während des Super Bowls 2009 lief oder Anzeigen von Scholz and Friends für jobsintown.de kokettieren oft mit der Arbeitsunzufriedenheit und werben mit “das Leben ist zu kurz für die falsche Arbeit”.
Weihnachtsanzeige, STIHL Kettensägen | Publicis Conseil, Paris.

Nachdem die letzten Posts sehr textlastig waren nun einer ohne viel Text. Einfach nur “Ha Ha”. Ich finde es köstlich. Zwar etwas spät für eine Weihnachtsanzeige aber die Idee bleibt ja trotzdem gut. Via ibelieve.
Momente 1
Manches Mal im Leben sind es die kleinen Dinge, die einen faszinieren und freuen. Eigentlich sind genau das die Momente welche man sich merken und viel öfter mit anderen teilen sollte. Über den Blog, eine Statusmeldung bei Facebook oder Twitter, eine kurze Nachricht oder als kurze Geschichte wenn man sich persönlich sieht.
Burn Calories. Not Electricity.
Irgendwie finde ich es faszinierend. Die Leute werden wirklich aufgefordert ein Stock(!) zu Fuß zu gehen und nicht den Aufzug zu nehmen. Also wird es einen Grund haben, dass das Schild dort hängt wo es hängt. Warum man für einen Stock den Aufzug nimmt verstehe ich in keinster Weise (außer man ist so Alt, dass man schon einen Treppenlift zuhause hat). Den Passanten das aber dadurch Schmackhaft zu machen indem man ihnen erzählt sie verbrennen durch das Treppensteigen (-> ein Stock!) Kalorien ist schon beinahe dreist. In der Copy dann darauf hinzuweisen, dass 2 Minuten Treppensteigen am Tag vor Gewichtszunahme schützen und auch der Umwelt helfen ist schon dummdreist. Also bitte, muss man für alles eine Begründung bringen, egal wie Fadenscheinig diese ist? Das ist beinahe Betrug, eben wie mit “Low Fat” Produkten die abartig viel Zucker enthalten oder “Pseudo-Diät-Portionen” die nicht einzuhalten sind (z.B. Cornflakes mit 30 Gramm durchschnittliche Portionsgröße und mit fettarmer Milch. Schonmal geschaut wie wenig 30 Gramm Cornflakes sind ?). Ich schweife ab. Andererseits finde ich es auch geil. Auch ein kleiner Schritt (auf der Treppe) ist ein Anfang um Energie zu sparen. Von daher…

Über dem “Alten Elbtunnel”
… fließt die Elbe. Wer hätte es gedacht. Der alte Elbtunnel selbst ist mit eher hässlichen Fliesen ausgekleidet. Wahrscheinlich war das früher mal Mode. Falls es nicht Mode war, dann war es funktional und praktisch. Oder eben beides. Jedenfalls ist der Tunnel ein Hamburger Wahrzeichen. Gehört zu der Hansestadt dazu wie der Michel, der Jungfernstieg, die Alster und das Astra und der Fischmarkt nach dem Goldenen Pudel und der Reeperbahn. Oder so ähnlich. Jedenfalls gab es vor einiger Zeit eine nette Ambient-Umsetzung für den Discovery Channel im Tunnel. Es wird einem der Blick in die See ermöglicht.

Es fällt definitiv jedem auf, der dort entlang läuft. Ob es wirklich effizient war kann ich nicht beurteilen. Anscheinend haben 90.000 Personen das Riesenplakat gesehen und dazu kommt der Buzz in den typischen Werberpublikationen… wahrscheinlich war es trotzdem ein relativ hoher TKP. Aber nett ist die Idee allemal. Via blissblog.
Impression 1
Heute hat Frank (m4gic.net , uni-blog) Geburtstag. Normal bloggt er -hauptsächlich- über Mobilfunkanbieter, Handys, Tarife, das iPhone und iPhone-Killer… alles Gute wünsche ich dir auch auf diesem Wege!
Jedenfalls ist ja auch T-Mobile ein Mobilfunkanbieter in Deutschland. Also nicht nur in Deutschland sondern auch sonst wo. Auf jeden Fall findet man auch in Chinatown Niederlassungen des magentafarbenen Riesen. Allerdings etwas ungewöhnlich. Jedenfalls wenn man es mit den deutschen -im Sinne der Corporate Identity- normierten Filialen vergleicht hat diese Location etwas ganz besonders. Rechts sieht man Hemden weil im gleichen Geschäft auch noch eine Wäscherei war… und links lagen dann ein paar Handys Cellphones aus… sah alles ein wenig “interesssant” aus. Ich denke, dass trifft es ganz gut. So etwas sieht man wohl wirklich nur in Chinatown. Eventuell ist man in anderen Ländern nicht ganz so streng mit der CI-Überwachung wie in Deutschland. Oder gibt es in Deutschland vielleicht auch authorisierte Händler die eher ungewohnt aussehen?

Weiter gehts

So, wie euch heute hoffentlich schon aufgefallen ist: Wieder ein Post über Werbung. Ab nun wieder regelmäßig. Ich bin seit gestern wieder im Lande -meine Tasche seit heute auch. Danke Air France. Oben ein Bild was ich Abends am Flussufer geschossen habe. Finde es hübsch und hoffe, euch gefällt es auch. Als kleine Entschädigung dafür, dass die letzten 2 Wochen nichts gekommen ist. Wenn es euch nicht gefällt, ist es auch egal. Schließlich kommt ihr wegen der Werbung her und nicht wegen irgendwelcher Fotos die ich mit irgendeiner Panasonic Lumix geschossen habe… und das ist ja auch besser so. Gibt genug extremst geile Fotografen mit ihren Blogs und FlickR-Accounts und dort kann und werde ich micht definitiv nicht einreihen. Versprochen. Dafür gibts hier weiterhin geile Werbung. Egal ob TV, Online, Print, Plakat oder sonstwas. Versprochen.
Die perfekte Einstellung.
Je nachdem, was man sich zuhause ansieht und anhört passt man die Einstellungen an um ein perfektes Ergebnis zu bekommen. Ob Helligkeit und Kontrast, Tiefen, Bässe, Balance oder was es sonst noch alles gibt… man hat es selbst in der Hand, wie ein Film, ein Konzert, eine DVD oder eine CD am Ende wirkt. Scholz & friends Berlin hatten für LOEWE eine wunderbare brilliante Idee welche ihr euch unten ansehen könnt solltet müsst. Via.
Das Uni Blog – über das Studentenleben und andere Probleme
Egal ob BAföG, Studiengebühren oder neue Studiengänge, es vergeht fast kein Tag, an dem man nicht irgendetwas komisches oder nerviges an der Uni oder der FH erlebt. Blogs werden zu einem immer beliebteren Medium der Kommunikation im Internet und so war es an der Zeit, dass es auch endlich mal ein Blog gibt, welches sich ausschließlich mit dem Studentenleben befasst: www.uni-blog.info
Ich selbst komme häufig recht genervt von der Uni heim, weil mal wieder was schief gelaufen ist, was ich nicht selbst zu verschulden hatte. Viele dieser Dinge ließen sich jedoch umgehen, wenn man manche Infos einfach zuvor gehabt hätte. Genau deshalb habe ich nun das Uni Blog ins Leben gerufen, welches es den Leuten ermöglichen soll, andere Studenten und natürlich auch Nicht-Studenten, an ihren Erlebnissen und Erfahrungen teil haben zu lassen und mit ihnen darüber zu diskutieren. Blogs lösen derzeit herkömmliche Websites und Foren in ihrer Rolle als Informationsvermittler ab, doch bisher gab es im Netz immer nur Blogs der jeweiligen Unis, auf welchen Kritik und ähnliches kaum möglich war.
Regelmäßig werden von den Autoren neue teils lustige, teils ernstere Probleme thematisiert, aber erst durch Berichte von anderen Usern, kann das Uni Blog zu einer deutschlandweiten Plattform rund um den Unialltag werden.

Werbepause.

Jap. Die nächsten Tage ist auf diesem Blog Werbepause. Es kommt keine Werbung und auch sonst nichts. Ich bin einfach mal wieder – seit langem – für ein paar Tage im Urlaub. Letztes Vorlesungssemester ist – zu 96% – Done. Gestern die letzte Präsentation im Haus der Wirtschaft gehabt und heute noch einmal an einer Ausarbeitung gesessen. Nun gehts weg. Danach gibts hier natürlich wieder Posts mit den schönsten, kreativsten, humorvollsten, innovativsten, abgefahrensten, emotionalsten, übertriebensten oder wasweissichauchimmersonstnochkommenkönnte Dingen aus der ganzen bunten Werbewelt. Bildquelle: hotels360.
Preisverdächtige Coca-Cola Werbung
Ich liebe die Markenwelt von Coca Cola. Die Inszenierung von BBDO New York Wieden + Kennedy Portland ist der Hammer. Die Happiness Factory war ja schon unglaublich emotional (oder auch die “Hug everyone” aus Südamerika… ihr wisst schon was ich meine) aber dieser Spot welcher während des Super Bowls lief ist auch richtig schön.




