Werbeerfolg, In-House und In-YouTube Werbung.

Wie auf Horizont.net nachzulesen ist verbucht Microsoft mit ihrer neuen Kampagne (ein Notebook für unter 1000$) steigende Beliebtheitswerte gegenüber Apple. Besonders die junge Zielgruppe wird zur Zeit wieder preisempfindlicher – die Älteren bevorzugen aber weiterhin Apple. Ich auch :-) Veröffentlich wurde dies in der Advertising Age nach einer Studie von Brand Index.

Ebenso kann man auf Horizont.net lesen, dass immer mehr Unternehmen darüber nachdenken wieder Inhouse-Agenturen / Kreativunits zu gründen. In den USA macht das wohl schon wieder vier von zehn Unternehmen. Den Erfolg solcher Maßnahmen bezweifle ich. Alleine aus der Tatsache, dass man irgendwann diese “Firmenbrille” trägt und nicht mehr objektiv von außen auf das Produkt/die Dienstleistung schauen kann lässt diese “Kreativität” auf Dauer scheitern. Es gibt wohl viele Beispiele dafür. Als ein etwas älteres fällt mir Plus mit den kleinen Preise auf: Nachdem Vasata Schröder nach Jahren die Werbung für den Discounter nicht mehr verantwortete ging es danach schnell und tief bergab. Absoluter Tiefpunkt waren wohl mittelmäßige Cover von begannten Gassenhauern. Unterirdisch. Aber es kommen für die Branche zum Glück wieder andere Zeiten.

Volkswagen hat ein tolles YouTube Special auf den Weg gebracht in welchem die Gewinner des Wettbewerbs “Movie Stars” präsentiert werden. Auf dem JvM/Neckar-Blog wird es treffend formuliert: “Schön, dass sich YouTube immer öfter auf innovative Werbeformen einlässt und ermöglicht”.

Marken, Markenspreizung und Markenpräsentation

Zur Zeit darf ich mich gezwungenermaßen (Diplomarbeit) aber sehr wohl freiwillig sehr intensiv mit dem Thema Marke beschäftigen. Eine Seite welche ich bereits dem Anfang meines Studiums für Informationen rund um die Marke gerne besuche ist das www.markenlexikon.com . Jedenfalls habe ich mir vor einigen Wochen dort das Positionierungsmodell von Esch heruntergeladen. Gefällt mir sehr gut. Was mir allerdings noch fehlt ist mehr über B2B Marken. Aber dort gibt es generell wenig. Merke ich zur Zeit. Für jeden, der die Seite noch nicht kennt: Geht drauf und seht, dass sie sehr viele wertvolle Informationen enthält. Für alle welche die Seite schon kennen: Sorry, aber ich wollte Ersteren die Seite präsentieren.

Wertvolle Informationen gibt es auch zum Thema “Markenspreizung”. Bedeutet ich habe eine Marke mit einem sehr guten Ruf und expandiere mit dieser in neue Bereiche. Das hat Apple z.B. mit dem iPod und dem iPhone gemacht. Oder Red Bull mit der Red Bull Cola. Oder das der Reiseanbieter TUI nun auch das erste eigene Kreuzfahrtschiff für den Urlaub anbietet. Man denkt beim Thema Markenspreizung auch an den erfolglosen Smart ForFour der -meine persönliche Einschätzung- nicht funktionierte weil ein Smart klein sein muss und überall hinpasst und das neue Produkt nicht zu dem Markenkern gepasst hat. Es gibt noch viele Beispiele für erfolgreiche Markenausweitung. Und noch viel mehr Beispiele wie es nicht funktionieren kann. Tempo hat nun ein Toilettenpapier. Neu auf dem Markt. Ich kann mir nicht vorstellen wie das funktionieren soll. Ich möchte nichts in meinem Gesicht haben was ich auch an mein Gesäß führe. Klar, andere Form und Verpackung aber gleiche Marke. Man nimmt auch kein “Feuchtes Toilettenpapier” als Erfirschungstuch für das Gesicht… macht Sinn, oder? So sehe ich die Sache und kann mir kaum vorstellen wie eine solche Diversifikation erfolgsversprechend sein kann.

Auf dem Werbeblogger wurde für einem Monat der Kurzfilm Carousel von Philips präsentiert. Nun wurde sie in einer EMail von der durchführenden Agentur auf das Making Of hingewiesen welches genau so sehenswert ist.

Ein Haushaltsbuch, eine Kettensäge, mehrere iPods und ein Pass sind hilfreich.

Heute habe ich einen Bericht bei Stern.de über die Schauspielerin Katy Karrenbauer und die Tatsache, dass sie nun pleite ist, gelesen. Traurige Angelegenheit. Nun wird auch kein Schuldnerberater helfen können der ihr zeigt wie man mit einem Haushaltsbuch umgeht. Das hätte man vielleicht noch früher machen müssen aber nun bei einem Schuldenstand von 400.000 Euro wäre es schwer. Die Frau kann einem wirklich Leid tun, besonders weil sie bei Interviews immer einen sehr netten Eindruck gemacht hat. Leider war sich auch zu anderen Menschen wohl zu nett und hat ihnen vertraut. Da hört bei mir dann allerdings das Verständniss auf weil ich bestimmt nicht für das Bauprojekt eines Bekannten eine Bürgschaft nach der anderen geben und auch sonst sämtliche Kosten für dessen Firma übernehmen würde.

Apropos Bau: Auf einer Baustelle benötigt man die richtigen Werkzeuge und deshalb schwören viele Leute auf die Baden-Württembergische Traditionsmarke Stihl. Auch in Neuseeland wo DDB in drei verschiedenen Motiven dargestellt hat, dass die Kettensägen durch Bäume oder eine Flex H-Träger durchtrennen als wären sie aus Butter.

Wer einen anderen Ausgleich sucht und diesen vielleicht beim Joggen oder Laufen von weiten Distanzen findet benötigt sicherlich die neuen Laufschuhe von Mizuno. Diese sind so gut, dass man am besten gleich mehrere iPod Classics zum Ersatz mitnimmt wenn bei einem der Strom ausgeht oder man alle Lieder durchgehört hat. Falls man währenddessen schon an die Landesgrenzen gestoßen sein sollte ist auch ein Pass nicht verkehrt. Solche Anzeigen gibt es auf den Philippinen. Warum auch nicht. Die Überzeichnung von “länger Laufen” finde ich sehr gelungen.

Get a Mac vs. PC, warum der Zunepass billiger ist und was soll die Werbung für den Winter?

Mal wieder gibt es einen netten neuen Spot von Apple bei welchem einer bindungswilligen Dame alle Dinge, welche sie sucht von einem Apple erfüllt werden und ein PC nach dem anderen die Bildfläche verlassen muss. Das Ausschlussverfahren. Ganz nett. Könnt ihr hier anschauen.

Dafür macht Microsoft in einem neuen Spot für den ZUNEPASS in der ersten Hälfte nur Werbung für den neuen iPod und das dieser sooo viel Platz hat. Verstehe wer will. Jedenfalls kommt ein kluger Finanzplaner und rät einem dafür dann doch die Musikflat zu nehmen. Ich habe keine Ahnung wie das Bild von Finanzplanern in den USA zur Zeit ist aber in Deutschland glaube ich nicht so gut, außer er heißt vielleicht Peter Zwegert.

Wenn man schon bei dem MP3-Musikhandy Thema sind: Auf Chip.de gibt es einen neuen Spitzenreiter bei den MP3-Playern. Das Samsung YP-P3 hat den iPhone Touch vom Thron verdrängt. Sieht sehr schick aus und überzeugt anscheinend auch sonst total. Reizt irgendwie schon.

Bereits letzte Woche wollte ich über die neue Citroen Werbung mit Snowmotion schreiben. Die Frage stellen, ob es zur Zeit wirklich Sinn macht dafür zu werben. Wer überlegt sich jetzt schon was für ein passendes Winterauto es gibt? Wenn man zur Zeit eher ein Problem hat dann ob es ein Cabrio sein könnte oder was weiß ich. Jedenfalls fand ich den Spot nicht und habe es deswegen gelassen. Nun wurde bei Off the Record diese spießige Frage gestellt. Wobei ich es nicht verstehe warum die 308CC Werbung auf dabei aufgelistet ist. Schließlich geht es in diesem Spot klar um die Eindrücke und Gerüche welche man in einem Cabrio viel intensiver wahrnimmt. Egal in welcher Jahreszeit. Oder?

Eine Reise, ein Auto und einige Gewinner

Die letzten Tage sind gezählt. Nur noch bis 10. Mai kannst du dich für ein tolles Wochenende von und mit der Scholz & Friends Strategy Group bewerben. Stattfinden wird das ganze am 5. und 6. Juni in Berlin. Wenn du gute Werbung liebst, auf starke Marken stehst und selbst etwas bewirken willst kannst du an diesen zwei Tagen in Workshops und einem defintiv sehr guten Programm viel von erfahrenen Strategen lernen. Am besten also gleich den Copytest ausfüllen und zusammen mit deinen sonstigen Unterlagen wegschicken. Viel Zeit ist nicht mehr. Ich selbst habe es mir auch sehr lange überlegt mich zu bewerben aber habe es dann doch vorgezogen Bücher für meine Diplomarbeit anstatt des Copytests zu lesen. Euer Glück ;-) – und mein Pech weil ich echt Bock darauf hätte. Alle Infos gibts hier bei S&F. Leider kann ich aufgrund einer kaputten Ordnerstruktur das Plakat auch nicht uploaden. Das findet ihr hier. Insgesamt gibt es nur 20 Plätze, also strengt euch an und hängt euch rein!

Facebook ist ja eines der erfolgreichsten sozialen Netzwerke der Welt. Kein Wunder, dass Werber diese Plattform für sich nutzen wollen. Manche Werber ragen dann besonders hoch aus der Masse heraus. Regelmäßig. Ein besonderes Beispiel für eine solche Agentur ist sicherlich Crispin, Porter & Bogusky. In letzter Zeit oft sehr gescholten für ihre Microsoft-Ads erregen sie für ihre anderen Kunden immer wieder aufsehen. Das letzte Mal in Facebook mit dem “Whopper Sacrifice” bei welchem man einen kostenlosen Burger bekam sobald man 10 Freundschaften in dem Freundschaftsnetzwerk beendete. Die Idee war überragend – weil absolut das Gegenteil von dem, was alle tun. Irgendwann wurde die Anwendung von Facebook dann beendet. Aber soweit ich mich erinnere waren es nur einige Hundertausend beendete Freundschaften. Und alle hatten etwas besonderes von Burger King mitbekommen. Dank CP+B. Die Kosten für die Frikadellenbrötchen lagen defintiv unter jenen für einen TV-Spot. Jedenfalls hat die Agentur nun ein neues, kleines Facebook-Highlight auf den Weg gebracht. Eine Anwendung die anhand des Nutzerprofils (sofern die ordentlich ausgefüllt ist) einem sagt welcher Volkswagen zu einem passt. Hammer Idee. Keine Ahnung wie das funktioniert aber das ist für mich auch zu allererst absolut zweitrangig.

Seit einiger Zeit erstrahlt ja Ads of the World im neuen Glanze und hier könnt ihr alle Gewinner des Monats März in den Kategorien Print, Outdoor, Film, Ambient, Direktmarketing, Online, Text und Illustration ansehen. Manches davon habe ich euch hier schon gezeigt wie z.B. die Samsung-LED-Schafe oder aber Alien vs. Predator aber nichts desto trotz gibt es dort auch einiges neues zu entdecken. Also sofort in einem neuen Tab öffnen. Viel Spaß damit!

Ein Interview, ein Artikel, eine Dokumentation und eine Warnung.

Ich bin in letzter Zeit auf ivisuell.de leider immer inaktiver geworden. Hoffentlich ändert sich das bald wieder. Ich versuche es. Versprochen. Vielleicht ändern sich manche Dinge aber nichts ist so beständig wie der Wandel. Heute vier Links die ich euch wirklich ans Herz legen möchte.

Das Rückspiel von Gatorade ist eine herrliche Dokumentation über zwei miteinander rivalisierenden Highschools und ein Derby welches vor 16 Jahren (also 1993) mit 7:7 Unentschieden ausging. Die beiden Schulen liegen quasi Seite an Seite und sind nur durch den Delaware Fluss voneinander getrennt. Die Filme von TBWA\Chiat\Day sind sehr toll gemacht und sind unterhaltsam. Gatorade ermöglicht als Sponsor dieses Rückspiel und stellt es unter der Idee “Einmal Athlet – für immer Athlet” und bringt Amateur- mit Profisportler zusammen damit diese gemeinsam Sportsgeist und Rivalität erleben.

Häufig werden die Folgen des Alkoholkonsums im Straßenverkehr falsch eingeschätzt. Drei neue Motive von der Agentur Fischer in Lissabon (Portugal) illustrieren das. Leider ist die kreative Grundidee bedeutend schöner wie die spätere grafische Umsetzung und spricht eine Warnung davor aus den Alkohol zu unterschätzen.

Michael Gross hat einen tollen Artikel über die versteckten Kommunikationseffekte von Twitter geschrieben. Sehr einleuchtende Beispiele und Erklärungen. Ich persönliche werde versuchen auch die eine oder andere Sache in Zukunft umzusetzen (mehr Kommunikation, aufeinander eingehen oder auch die Bedeutung von phatischer Kommunikation). Absolut lesenswert.

Über die Tatsache, dass das Fernsehen am Ende seiner Möglichkeiten ist und wie die Zukunft aussieht gibt es ein Interessantes Interview der SZ mit dem Neurobiologen Gerald Hüther. Hört sich jetzt etwas drastischer an wie das Interview tatsächlich ist aber lest es euch selbst durch!


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