Ausgelesen: MACHT und REBEL
ENDLICH habe ich das Buch “MACHT und REBEL” durchgelesen. Zeitweise war es etwas zäh, zweitweise sehr spannend, zeitweise sehr schockierend und an manchen Stellen auch unglaublich inspirierend. Könnte es beispielsweise wirklich sein, dass der Mensch sich durch sein Bestreben, sich vom Mainstream abzuhaben und seinen Individualismus zu leben bereits durch seinen Individualismus zum Mainstream wird? Und warum denken alle Leute, sie müssen über dieses und jenes philosophieren? Machen sie das wirklich? Falls ja, ist es Paradox: Weil man sich schließlich durch das philosophieren über “größere” Themen sich von der Mehrheit abgrenzt und daraus auch einen Anspruch an sich selbst ableitet. Wenn aber die Masse philosophiert, so ist es ein Zeichen des es definitiv nicht von der Mehrheit abgrenzt. Mein Gesamturteil über das Buch aber ist eher zwiegespalten: Nett geschrieben, einfallsreich, wie Matias Faldbakken einen in die Lebensumstände der zwei Protagonisten hineinnimmt aber für meinen Humor, meinen Geschmack gehen einige Dinge doch zu weit. Egal, ob es sich dabei um Rebels Statement Pro Konzentrationslager (und für ihn selbst als ersten Inhaftierten) dreht oder das überschreiten geschmacklicher Grenzen … Allerdings wird es bei alledem NIE langweilig, das Buch zu lesen. Vielleicht wird es hier und da eine schwere Lektüre, nie aber eine langweilige…
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