Zufriedenheit und Glück.
Es gibt wohl Fragen die sich jeder stellt. Gut, nicht wirklich jeder, aber die meisten. Naja, wenigstens einige. So auch die Frage wie relativ einfache Menschen mit ihrem Leben und ihrer Lebensgestaltung so zufrieden sein können wie sie es sind. Nicht das Große oder die Herausforderung suchen sondern die Gewohnheit lieben und schätzen. Um nichts in der Welt diese aufgeben wollen. Sich bedroht fühlen von Dingen die andersartig sind. Keinerlei Antrieb und Motivation zeigen um sich zu verändern und es bevorzugen, im Status Quo zu verharren. Nach was sie streben ist konsumlastig nur das neuere Handy, das “schicke” Ed-Hardy Shirt und den tollen Jahresurlaub. Sie führen zeitweise oder andauernd ein herrlich unreflektiertes Leben und sind dadurch damit zufrieden.
Und dann stellt man sich die Frage: “Sind vielleicht nicht die Leute das Problem sondern ich? Wäre es nicht besser, einfach bescheidener zu werden und keinen großen Anspruch zu haben? Sich selbst zu hinterfragen und offen zu sein für Neues? Belügt man sich vielleicht selbst und hat ein verzerrtes Selbstbild?”
Als ich gestern Mill las und seine Arbeit über den Utilitarismus (welch Freude!) geht auch er auf die Frage ein und ich fand es spannend, wie er sie beantwortet. Auf S. 33 sagt er, lieber ein unzufriedener Mensch als ein zufriedenes Schwein, lieber ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr. Ich glaube man müsste diese Antwort noch weiter spezifizieren wobei auch dies sicherlich schon viele Leute gemacht haben aber es geht in die Richtung, wie ich es auch sehe.
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