Ausgelesen: Eine Billion Dollar.

Nachdem ich Macht und Rebel ausgelesen hatte hatte ich “Eine Billion Dollar” bereits auf dem Schreibtisch liegen. Das Buch ist schon etwas älter, die Erstveröffentlichung war im Jahr 2003 und viele Zahlen des Romans beziehen sich auf die 90er Jahre und in diesem Jahrzehnt spielt die Geschichte auch. Von John, einem eher indisponierten jungen Mann aus New York der irgendwie versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen und dann die Nachricht erhält, dass er von einem Vorfahren ein Konto über 12.000 Dollar vererbt bekommen hat. Allerdings waren diese 12.000 Dollar der umgerechnete Gegenwert als das Konto angelegt und das Testament verfasst wurde – 1495. Dank dem Zins und Zinseszins und dem potentiellen Wachstum bei moderaten 4% verdoppelt sich das Vermögen damit alle 18 Jahre. So sind es an dem 23. April 1995 also relativ genau 1 Billion Dollar welche er als jüngster lebender Nachfahre erbt. Er reist nach Italien zu der Anwaltsfamilie welche ein halbes Jahrtausend über das Vermögen gewacht und es verwaltet und vermehrt hat und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Sein Vorfahre hatte eine Vision wie die Welt aussehen würde und diese Vision gefiel ihm nicht. So sollte er den Menschen ihre Zukunft zurückgeben. Was folgt ist ein schön geschriebener Roman bei dem man merkt, wie Andreas Eschbach sich in die Materie eingearbeitet hat. Egal, ob es um die Multikausalen Zusammenhänge geht, die Veränderung durch Macht, die Transaktionskostenökonomie in welcher Umweltnutzung/ -schäden monetär quantifiziert und beachtet werden oder Zusammenhänge von Unternehmen und Zusammenschlüssen. Es sind viele Fakten die aufgerissen werden, interessante Erklärungen, warum es nicht so einfach ist die Welt, schön idealistisch gesprochen, von heute auf morgen zu einem besseren Fleck zu machen und ob es überhaupt gelingen kann ohne, dass zu viele davor sterben.

Insgesamt ist es ein wirklich spannendes Buch gewesen – das Ende hat mir persönlich nicht gefallen weil es bleibt der schale Nachgeschmack als wäre nicht alles beantwortet, nicht alles schlüssig gewesen. Das kann aber auch an mir liegen – nachdem ich gestern Nacht komischerweise nicht schlafen konnte habe ich noch etwa 200 Seiten gelesen bis frühmorgens und möglicherweise ist dort dem schon langsameren Gehirn der eine oder andere Zusammenhang nicht mehr so klar aufgefallen. Die 887 Seiten lohnen sich auf jeden Fall und bei einem Preis von 9,90 Euro ist das Preis-/Leistungsverhältnis auch kaum zu überbieten ;-) .

Fav Me!


                     



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Kommentare

2 Kommentare zu “Ausgelesen: Eine Billion Dollar.”

  1. Gilly am November 23rd, 2009 9:31 pm

    Ich kann dir zu 100% zustimmen. Ich habe das Buch verschlungen wie ein Irrer. Am Ende hatte ich allerdings das Gefühl, dass der Schriftsteller einfach keine Idee hatte, wie das Buch enden soll. Das Ende war daher leider irgendwie unpassend.

  2. admin am November 23rd, 2009 10:05 pm

    Schön, dass es nicht nur mir so ging :)

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