Kleidersammlung
Manchmal muss man soziales Engagement durch Incentives lukrativer machen. Dachte sie wohl auch DDB USA. Und was dann für Bud Light herauskam ist zwar ein langer aber trotzdem sehr unterhaltsamer Werbespot. Kann einiges. Und für ein gutes Bier – also kein Bud Light – gibt man (und meistens Mann) seine neue Krawatte oder sein letztes Hemd her oder lässt mal die Hosen runter. Ich habe mich köstlich amüsiert. Ich wünsche euch allen einen guten Start in den Februar!
Neues von Apple: das iPad.
Ja, nun hat Apple endlich sein Tablet vorgestellt. Der Name: Naja… irgendwie naheliegend. Manche haben ja einen großen kreativen Sprung erwartet und einen Namen, welcher sich deutlicher von dem Erfolgsmodell iPod abhebt, aber ganz ernsthaft, iPhone ist auch nicht gerade der kreativste Name der Welt. Und im Endeffekt geht es ja um die Produkte. Ich bin überrascht, dass es das iPad bereits zu so einem günstigen Preis (499$ mit 16 Gbyte) geben wird. Die Möglichkeit, dass sämtliche iPhone Apps auch auf dem Tablet laufen werden ist natürlich super. So sorgt man für zufriedene Kunden. Wenn ich eine App gewohnt bin, kann man sie auf beiden Devices verwenden. Dazu gibt es den neuen iBook – Store in welchem man Bücher erwerben kann. Hier habe ich allerdings einen Kritikpunkt: Ich habe keine Ahnung, was man normalerweise für eBooks bezahlt, aber bevor ich 15 Euro für Bits und Bytes ausgebe, hole ich mir das Buch aus physisch greifbarem – dann hat man was für das Geld. Und in der Regel liest man eh immer nur ein oder zwei Bücher. Für Zeitschriften und Tageszeitungen ist das Teil natürlich super. Mit einem 9,7 Zoll Touchscreen-TFT ausgestattet wirklich gut. Es zeigt sich wieder in der Liebe zum Detail, dass dort ganz viel gedacht wurde: Die Bildergalerien sind verspielt und gut und so geht es gerade weiter. Dass die Oberfläche nach einem “aufgebohrten” iPhone / iPod Touch OS aussieht und nicht nach Mac OSX finde ich sehr schade… aber sicherlich hatte auch das seine Gründe. Da der Mehrpreis zum Amazon Kindle wirklich vernachlässigt werden kann ist eine Anschaffung wirklich überlegenswert. Der verhältnismäßig niedrige Preis ist für mich allerdings andererseits auch verwunderlich weil Apple doch sonst eher immer Premium-Strategien verfolgt hat. Naja, so ändern sich Zeiten und Strategien. Mal schauen, ob sich das noch ändert. Aber taktisch sehr guter Schachzug. Die Entwickler-Community erhält einen größeren, potentiellen Kundenkreis und kommen dadurch nicht auf dumme Gedanken und entwickeln für andere Plattformen wie Android oder Symbian und der App-Store behält so weiterhin seine starke Position was Menge der angebotenen Apps angeht.
Wer nochmals alle Infos auf einem Blick haben will, dem sei der Early Adopter Blog empfohlen.
Die nächste große Sache von Apple.
Sehr, sehr viele Leute sind auf heute Abend gespannt. Wie das Applet nun heißen wird, was es leisten wird, für wie viel man es sich leisten, ob es eher wie ein großer iPod Touch ist oder doch eher wie eine neue Art “MacBook” ohne physische Tastatur. Und wer weiß, vielleicht überrascht Apple alle anwesenden mit einer ganz verrückten Ankündigung, welche in dieser Form keiner erwartet? Auch das wäre bei Apple denkbar. Die Kommunikationsmaßnahmen von Apple, ebenso wie die gewollten Nicht-Kommunikationsmaßnahmen, sind wirklich gut durchdacht und wohl einzigartig in der Branche. Auf YouTube ist gestern ein Spot aufgetaucht welcher angeblich der erste Werbespot für das Tablet sein soll. Eher unwahrscheinlich. Aber ebenso wie Horizont.net werde auch ich euch den Link nicht vorenthalten. Und morgen um diese Zeit werden wir schon wieder bedeutend mehr wissen!
Die Mitarbeiter im Unternehmen richtig motivieren.
Heute hatte ich meine vorletzte Vorlesung für dieses Semester – es ging um Strategisches Management und Entscheidungen, die Systemtheorie und die Praxis des Nichtwissens. Insgesamt war es sehr spannend. Gegen Ende der Veranstaltung haben wir uns noch das nachfolgende Video gemeinsam angeschaut welches ich euch nicht vorenthalten möchte weil es, trotz oder gerade wegen der Länge, sehr interessant ist. Es geht schlicht und ergreifend darum, wie jeder von uns in der täglichen Arbeit in seinem Job sein Bestes geben kann. Was Menschen motiviert und was nicht. Was die Wissenschaft schon lange weiß und die Geschäftswelt (weitestgehend) ignoriert. Viele Dinge & Grundzüge kannte ich bereits aus Mitarbeiterführung und anderen Büchern, aber trotzdem bringt der Vortrag von Dan Pink welcher er im Juli vergangenen Jahres gehalten hat vieles auf den Punkt – und das mit einer ganzen Reihe von guten Witzen und einer sehr positiven und unterhaltsamen Vortragsart.
Vergeig’ es nicht
Während die meiste Werbung für Bank- oder Finanzdienstleistungen sehr ernst und seriös herüberkommt gibt es so manche Ausreiser, welche die Menschen mit Humor ansprechen wollen. Nicht für jeden ist das geeignet aber wenn man sich an die LBS mit der “Spießer-Kampagne” für Bausparen oder an die 0815-Bank, welche die Kunden mit bunten Fähnchen an Stelle von gutem Service und einem flächendeckenden Filialnetz überzeugen will, erinnert ist einem wohl klar, dass auch ein ironischer und sehr überspitzter Ansatz funktionieren kann. Wie die beiden vorher genannten Beispiele ist auch diese Kampagne aus dem Hause Jung von Matt und wird eure Lachmuskeln auf jeden Fall beanspruchen. Es scheint, als wären die Kulissen aus dem 0815-Spot einfach übernommen worden, aber selbst wenn es so ist, wäre es egal
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Betrogene Verbraucher
Letztens hatte ich mit einer Freundin während eines Cappucinos eine Diskussion darüber, um wie viel Kleidung teurer sein darf wenn sie aus ökologischem Anbau oder aber sogar Fair-Trade stammt wobei für mich zugegebenermaßen das Zweite von größerer Bedeutung ist als das Erste wobei beides eine sehr wichtig ist. Jedenfalls finde ich viele Kleidungsstücke aus Bio-Baumwolle, sogar ohne von bekannten Labels zu sein, als zu teuer an. Und das kann für einen Studenten ein K.O.-Kriterium sein. Wenigstens vorerst. Selbst wenn es mittlerweile sogar bei den großen Ketten wie Tchibo, H&M oder C&A spezielle Kleidungs(kollektionen) aus Biobaumwolle gibt, so ist es doch noch ein zartes Pflänzchen welches durch negative PR zertreten werden könnte – was ich nicht hoffe. Leider ist es so, dass sich mit Biobaumwolle viel Geld verdienen lässt und die Gentechnik den Anbau erleichtert. Leider passen diese beiden Dinge nicht ganz so zusammen. Und nun ist herausgekommen, dass zwei “Zertifizierungslabels” wegen dem Hype um Öko-Kleidung falsch etikettiert haben. Heißt man dachte Öko zu kaufen aber so Öko war das ganze dann doch nicht. Hoffentlich klärt sich das alles auf und passiert in Zukunft nicht mehr. Wünschenswert wäre das!
Es sollte nicht alles positiv sein!
Um auch weiterhin auf die bestehende AIDS/HIV-Problematik aufmerksam zu machen hat PuK rechtzeitig zum Weltaidstag eine sehr gute Idee in sozialen Netzwerken umgesetzt.
Überall wurden Gruppen gegründet welche ungeschützten Sex propagieren und tausende traten diesen Gruppen bei. Am Welt-Aids-Tag wurden dann alle Gruppen umbenannt, z.B. in “HIV-Positiv, verdammt ich habs” oder ähnliches. Die Reaktionen waren extrem. “Verdammt, was ist passiert, ist die Seite gehackt worden?” oder “Warum bin ich in dieser Gruppe?”… bei extrem wichtigen Themen benötigt man eben auch extreme Formen der Ansprache. Sehr gelungene Aktion aus Hamburg. Schaut euch das Video an!
So nicht dumm – sei dumm!
Seit neuestem betreut Anomaly aus London den weltweiten Etat der Lifestyle-Marke Diesel und die Kampagne spaltet die Meinungen. Brilliant getextete Anzeigen welche allerdings die Meinung spalten. Schließlich möchte man sich selbst (meist) immer als rationale und intelligente Person sehen. Der Perspektivwechsel, dass vordergründig Dummes zu Neuem führt und deshalb praktiziert werden sollte. Nicht schlecht! Via ibelieve.
Like balloons, we are filled with hopes and dreams
But. Over time a single sentence creeps into our livesDont be stupid.
Its the crusher of possibility.
Its the worlds greatest deflator.The world is full of smart people.
Doing all kind of smart things…
Thats smart.Well,
were with stupid.Stupid is the relentless pursuit of a regret free life.
Smart may have the brains…
but stupid has the balls.The smart might recognize
things for how they are.
The stupid see things for how they could be.Smart critiques.
Stupid creates.The fact is
if we didnt have stupid thoughts
wed have no interesting thoughts at allSmart may have the plans…
but stupid has the stories.Smart may have the authority
but stupid has one hell of a hangoverIts not smart to take risks…
Its stupid.To be stupid
is to be braveThe stupid isnt afraid to fail.
The stupid know there are worse things than failure…
like not even trying.Smart had one good idea,
and that idea was stupid.You cant outsmart stupid.
So dont even try.Remember
only stupid can be truly
brilliantSo,
BE STUPIDhttp://www.diesel.com/be-stupid
Kampf um den Konsumenten
Es ist faszinierend, wie derzeit die großen Lebensmitteleinzelhändler gegen die Discounter, insbesondere Aldi und Lidl, kommunikativ vorgehen. Egal, ob es um JA! von Rewe oder um Gut & Günstig von Edeka geht, wir als Zielgruppe sollen verstehen, dass diese Eigenmarken günstiger sind als das, was die scheinbar günstigeren Discounter anbieten. Aber anstatt nur auf den Preis zu hauen findet Grabarz & Partner einen schönen Weg, dies noch mit der Edeka-typischen Attitude zu verbinden und zu zeigen, wie sehr die Leute bei Edeka Lebensmittel lieben.
Ungeschicktes Timing
Als der Tsunami an Weihnachten viele Landstriche verwüstete wurde von den Radiostationen “Die perfekte Welle” aus Pietätsgründen nicht mehr gespielt. Verständlicherweise. Als das Erdbeben weite Teile von Haiti verwüstete lief gerade der neue Spot für das deutsche Handwerk. Ein sehr schöner Spot von Scholz & friends. Leider mit einem ungeschickten Timing beziehungsweise in zeitlicher Nähe zu diesem Ereignis welches nicht vorhersehbar war. Nun wird der TV-Spot gestoppt da die Endszene als eine Stadt in sich zusammenbricht dann doch zu viele Parallelen aufweist. Wohl die beste Wahl um keine Mitbürger vor den Kopf zu stoßen. Vielleicht könnte man noch einen Schritt weitergehen und das eingesparte Mediavolumen spenden? Oder Handwerkern welche sich derzeit in Kurzarbeit befinden und dadurch zum Teil vom Staat finanziert werden die Möglichkeit zu geben für einige Wochen nach Haiti zu fliegen und beim Wiederaufbau von Krankenhäusern und Schulen zu helfen? Dafür ist wohl unsere Regierung zu unflexibel. Vermute ich mal. Eine gute Idee wäre es trotzdem.
Warum (unfundiert) eine Sau durchs Dorf treiben?
Vielleicht aus Spaß an der Freude. Oder aber aus Spaß an der Unwissenheit. Ich habe keine Ahnung. Ich habe mich hier ja auch bereits über das Thema Trigami/Süddeutsche ausgelassen. Allerdings eher wegen dem Sachverhalt “positive Blogposts” anstatt von “ehrlichen Reviews” zu briefen was ja wohl auf einen Kommunikationsfehler oder sonstigen Faux Pas zurückzuführen ist. Das nun aber eine “Grundsatzdiskussion” aufgerissen wird, dass auch auf Blogs bezahlte Berichte entsprechend markiert werden müssen ist lächerlich. Schließlich machen das ja Trigami und Hallimash seit jeher so… und der einzelne Blogger, der sich anders verhält kann sowieso nicht oder kaum abgestraft werden. Wenigstens nicht vom DRPR oder sonstigen Institutionen. Und schließlich ist jedem bekannt, dass Werbung und redaktionelle Inhalte getrennt werden müssen (inwiefern das von so manchen Privatsendern allerdings noch gemacht wird, sollte viel eher hinterfragt werden). Jedenfalls wird diese Sau völlig zu unrecht durchs Dorf getrieben. Schließlich gibt es diese Sau gar nicht. Wenigstens nicht in dem Fall auf den Bezug genommen wird. So sehe ich das. Oder sehe ich es falsch?
Qualität verpflichtet.
Gerade bin ich über die W&V auf einen ziemlichen Patzer der Süddeutschen Zeitung / Trigami gestolpert über welches das upload-magazin als erstes geschrieben hat. Ob es nun wirklich ein interner Fehler von Trigami war oder doch das eigentliche Briefing der Süddeutschen Zeitung war ist egal – wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen. Was passiert ist? Bei Trigami (bei welchem ich selbst früher auch mal angemeldet war) gibt es die Möglichkeit “unabhängige” Reviews auf Blogs zu bestellen wobei man dort nicht die Möglichkeit hat einen inhaltlichen Einfluss auszuüben. Jedenfalls nicht direkt. Weil Auftraggeber die Blogger nach jeder Kampagne beurteilen & benoten und davon weitere Kampagnen abhängen werden sich die Meisten davor hüten, über ein Unternehmen seine ungeschminkte und ehrliche Meinung zu schreiben. Oder aber man kann Advertorials bestellen. Die müssen wohlwollend sein und können inhaltlich noch kontrolliert werden. Dann kann man sich auch gleich eine Pressemeldung nehmen und die auf seinem Blog veröffentlichen. Nun hat die Süddeutsche wegen eines Fehlers angeblich das Zweite gebucht, aber auf jeden Fall Ersteres. Nachdem es nun einen Schrei der Entrüstung gab ist die gesamte Kampagne gestoppt. Weil für öffentliche Meinungsäußerungen zu bezahlen widerspricht eigentlich doch offensichtlich dem journalistischen Anspruch der Zeitung. Selbst wenn die iPhone App richtig gut ist, so hat es nun doch ein gewisses “G’schmäckle” wie wir Schwaben sagen was wirklich schade ist.
Im Endeffekt müssen Unternehmen im Umgang mit Bloggern andere Wege einschlagen als für Blogposts einfach zu bezahlen. Nur so können im Social Web nachhaltig und glaubwürdig Effekte erreicht werden. Wie überall ist “Beziehung” das magische Wort.




