Lexus LFA: Ein neuer Supersportwagen

In Zeiten von hohen Spritpreisen und der Druck, dass selbst Premiumhersteller “grün” werden bringt Lexus seinen LFA, den ersten wirklichen Supersportwagen auf den Markt. Was soll man sagen, das Auto sieht sehr gut aus und beeindruckt wohl auch mit seinen Fahrleistungen, es wird seine Käufer finden, egal, dass es mehrere hunderttausend Dollar kostet und wie teuer die Versicherung ist und wie “ungrün” das Fahrzeug ist. Insbesondere wird die Stückzahl sowieso so gering sein, dass es unser Klima nicht wirklich zerstört. Da sind wohl eher die Volumenmodelle in der Pflicht mit intelligenten Lösungen den CO2-Ausstoß nach unten zu drücken. Und Saatchi & Saatchi Sydney zeigt einfach, was das Auto in 30 Sekunden kann – gut aussehen und bis zu 2,7 Kilometer zurücklegen. Freie Straßen vorausgesetzt.

Ich möchte dich nicht im Social Web

Liebe Marke,

vielleicht wirst du gerade ins social Web gezwungen, ohne dass du es selbst willst. Ja, vielleicht ist dir selbst bewusst, dass alles, wofür du stehst die Menschen nicht interessiert. Ich möchte mit manchen deiner Freunde oder Konkurrenten eine Beziehung eingehen, aber nicht mit DIR. Warum? Weil du mir egal bist. Es ist nicht so, dass ich dich hasse. Und es ist auch nicht so, dass ich dich boykottiere. Nein, ich kaufe dich sogar gerne. Sehr gerne. Weil mich deine Leistung überzeugt. Aber trotzdem will ich ansonsten nichts mit dir zu tun haben. Du darfst in meine Wohnung, mein Bad, an meinen Körper aber nicht auf mein Facebook-Profil und ebenso wenig in meine Twitter Freundesliste oder sonst wohin, wo ich mich bewege. Weil du mich nicht interessierst. Ich teile mein Leben nur so sehr mit dir, wie ich es wünsche. Also nerve mich nicht mehr. Danke.

Ja, ich finde auch, dass Social Communities etc. eine riesen Chance für Unternehmen sind mit den Kunden in den Dialog zu treten. Nur leider macht das nicht für jede Marke Sinn. Weil ich nicht mit jeder Marke reden will. Ich glaube, den meisten geht es so. Ich glaube viele sind, so wie ich auch, bereits genervt von einigen Marken auf Facebook, in Statusprofilen etc… es reicht nicht, dort vertreten zu sein, man muss für den Konsumenten oder Prosumenten einen Mehrwert liefern. Einen wahren Mehrwert. Ansonsten ist man überflüssig und beliebig. Ich freue mich über gute Marken im Social Web, Marken die mich unterhalten und mir Spaß machen. Leider kann ich euch nicht sagen, was mich morgen unterhält, mir morgen Spaß macht. So müsst ihr weiter herumprobieren. Und viele von diesen Versuchen werden mich auch in Zukunft nerven. Bis ich selbst vielleicht eines Tages auch so etwas mache. Und am Ende des Tages darauf Stolz bin und andere Leute davon genervt sind. Aber ich hoffe, dass es wiederum anderen gefällt und sich darüber freuen, weil es dann trotzdem Sinn gemacht hat.

Niemals so gut wie das Plagiat

Viele hier kennen wahrscheinlich den Wahlkampfspot von Lopez “The Truth – turning things upside down” aus Argentinien welche vor Jahren in Cannes ausgezeichnet wurde. Nun hat die druckende Gilde etwas entsprechendes aufgesetzt. Immerhin mit dem Hinweis, dass die Idee vom Plagiart-Direktor stammt. Vom textlichen her nett, allerdings von der Mechanik leichter zu durchschauen und nicht so brilliant wie das Original.

Ich liebe Kit-Kat – und werde es trotzdem boykottieren.

Wirklich merkwürdig. Bis vor einigen Tage war Kit-Kat von Nestlé zu 90% der Schokoladenriegel meiner Wahl. Hin und wieder mal ein Bounty, aber sonst war die Entscheidung klar. Nicht so schwer und mastig wie viele andere Riegel und die Keks-Schoko-Kombination ist wunderbar – höchstens vergleichbar mit Duplo. Aber als Konsument war mir nicht bewusst, wie das Palmöl gewonnen wird. Klassische Informationsdefizite welche einen manchmal daran hindern, “richtig” zu konsumieren. Nun macht Greenpeace derzeit massiv darauf aufmerksam, woher das Palmöl stammt und wie es gewonnen wird. Und Nestlé sagt nur, dass das Palmöl für den deutschen Markt umweltverträglich ist. Was gleichzeitig bedeutet, dass dies nicht für alle Märkte stimmt. Und das bedeutet für mich, dass ich Nestlé boykottieren werde. Nicht nur Kit-Kat, sondern auch Vittel, Schöller, Nuts (auch sehr lecker), Nesquick, Nescafe, Mövenpick, Maggi, Hertha, Lion (auch gut) und was sonst noch so von diesem Unternehmen stammt. Klar, auf meinen Umsatz sind sie nicht angewiesen. Aber wenn es mir egal wäre, wäre das fatal. Wenigstens für meine, kleine Welt für welche ich die Verantwortung besitze.

Klassenbester in Bayern

Gestern wurde mir ein sehr netter Spot von BMW gezeigt welcher eine harsche Breitseite gegen Audi darstellt. Extrem vergleichende Werbung. Ich muss gestehen, mit efficient dynamics hat der Münchner Autohersteller es hervorragend geschafft, ihre sämtlichen Sprit-Spar-Technologien unter einem Markendach zu vereinen und nicht jede einzelne Technologie separat zu präsentieren. Obwohl das Kindchenschema in der Marketing-Kommunikation so oft funktioniert, so stellt sich doch sehr wohl die Frage, ob dieses Stilmittel auch hier richtig gewählt wurde. Schließlich kann man die kritische Frage stellen, wer früher in der Schule solche Streber gemocht hat. Oder ob das Kind sonderlich sympathisch erscheint. Vielleicht macht es Sinn für die interne Kommunikation von BMW TV und Marken-Fans, aber nicht für die breite Masse der Autofahrer. Weil ob dieser Junge wirklich sympathisch ist, dass wage ich zu bezweifeln. Es ist halt ein kleiner Besserwisser. Aber die Idee ist ohne Zweifel gut…

Neue Perspektiven dank Hubble Innovations

Die Frage, wo und wie Werbeagenturen auch in Zukunft ihr Geld verdienen darf gestellt werden. Muss sogar gestellt werden. Amir Kassai hat während seiner Zeit als ADC-Vorstandssprecher seine Antwort darauf bereits artikuliert: Als kreative Unternehmensberatung welche für Kunden wirklich innovative Lösungen hervorbringt weil diese, z.B. aufgrund von Betriebsblindheit, kaum oder nur sehr schwer auf wirklich Neuartiges kommen können. Wie man nun bei Horizont nachlesen kann ist es soweit, mit Reebok als Startkunden und vielen gespannten Beobachtern, wie sich das Konzept bewährt. Ich denke es hat enormes Potential und bin gespannt, was dort so kommen mag, aus Berlin.

Wenn die letzte Werbeagentur geschlossen ist…

… dann ist die Welt vielleicht ein schönerer Ort. Und glücklicher. Oder ein hässlicherer Ort. Und trauriger. Unnötig, darüber zu spekulieren, weil es wohl niemals so weit kommen wird. Vielleicht werden die Agenturen andere Portfolios und Arbeitsweisen haben, andere Strukturen und Prozesse, ganz anders aussehen. Aber völlig ohne diese geht es nicht. Aber eben diese Schreckensvision wird in dem folgenden Video aufgezeigt. Und es wird gezeigt, wie es so weit kommen wird. Zu viel für TV, für Print und kein Verständnis dafür, wie sich das Medienverhalten der Menschen verändert hat. Damit es nicht so weit kommt, wird auf den FITC in Toronto aufmerksam gemacht. Dort sieht man, wie es anders geht. Zeitgemäßer. Coole Idee. Und trifft die Zielgruppe bestimmt.

Auch ganz nett sind die Spots für eine Ausstellung von Lego Transportation. Schön umgesetzt. Erinnert mich an meine Kindheit – und wenn ich mal Kinder habe, dann dürfen die auch mit Lego spielen. Aber nur mit den Klötzen, mit denen man auch noch so richtig viel selbst entwerfen und kreieren kann. Weil das wirklich gut ist für die Entwicklung. Und für den Humor :) .

FallschirmspringerPiratenRikscha

Frauen machen Sport und sehen großartig aus…

- das ist wohl gerade der Trend, zeitlich passend zum Frühjahr wenn viele wieder beginnen sich für den Sommer in Form zu bringen. Beispielsweise durch joggen. Neben guten Laufschuhen und Laufbekleidung sind meines Erachtens dabei noch drei weitere Dinge absolut essentiell für ein gutes Training:

Aber zurück zu den Laufschuhen und der Laufbekleidung. In den letzten Tagen habe ich einerseits bei W&V den aktuellen Spot für Reebok und andererseits bei scaryideas Motive für Asics gesehen. Während es bei Reebok um das Modell EasyTone geht welches nach eigenen Angaben die Tiefenmuskulatur der Oberschenkel und des Gesäßes deutlich verstärkt und dadurch schöner aussehen lässt geht Asics einen anderen Weg: Für die funktionale Bekleidungslinie Ayami (japanisch für Schönheit, Farbe & Design) wird gefragt, wie man selbst Schönheit definiert. Ob es schön ist, sich die Haare in einem Salon föhnen zu lassen oder aber doch den Wind während des Laufs in den Haaren zu spüren. Daraus resultieren Printmotive mit verschwitzten Frauen (Amateure & Hobbyläuferinnen) und Headlines wie “Exhaustion is Beautiful” und “Effort is Beautiful”. Mir persönlich gefallen die Asics-Motive von Amsterdam Worldwide im Vergleich zu dem TV-Spot von DDB Berlin (welcher auch sehr schön ist) besser – schlicht und ergreifend weil es bei Asics darum geht, sich selbst, ungeachtet von äußeren Umständen als schön zu betrachten während es bei Reebok darum geht nach Außen hin einen schönen Körper präsentieren zu können. Auch wenn das zweite schön und den meisten auch sehr wichtig ist, so kann nur das erste, nämlich Selbstannahme meines Erachtens zu wirklicher Zufriedenheit führen. Wenn man dann noch externe Bestätigung bekommt ist es natürlich umso schöner aber verkörpert die Philosophie von Asics “Für einen gesunden Geist in einem gesunden Körper” sehr schön. Die Grundidee der deutschen EasyTone Kampagne stammt aus den USA (2ter Spot) welche dort einen sehr guten Erfolg erzielt hat. Allerdings ist spannend, wie unterschiedlich die Umsetzung ist… aber schaut es euch selbst an!

Asics Ayami

Reebok EasyTone Deutschland

Reebok EasyTone International

Gegen Unfähigkeit.

Ich weiß nicht, wie viele Witze es über die “Aufbauanleitungen” von diversen Ikea-Produkten gibt. Aber es sind zweifelsfrei eine ganze Menge. Wieso aber? Woher kommen diese? Ich hatte noch nicht Probleme damit diese zu verstehen. Vielleicht haben die Teile mal nicht 100%ig gepasst oder so aber das man es nicht verstanden hätte? Das kenne ich nicht. Meine persönliche Theorie: Irgendwo dort draußen gibt es zwei oder drei Menschen die es nicht verstehen ein solches Regal o.ä. aufzubauen. Und diese zwei oder drei Menschen sind so charismatisch, dass sie alle anderen davon überzeugen, dass sehr viele andere Menschen auch solche Probleme hätten. Um diese perfide Täuschung perfekt zu machen haben diese zwei oder drei Personen dann auch noch Witze erdacht und in Umlauf gebracht um diese Behauptung über Ikea glaubhaft zu “untermauern”. Für diese absolute Minderheit von Menschen die es nicht schaffen ein “Billy” oder “Pax” richtig aufzubauen und nach Stunden harter Arbeit und vielen Fehlversuchen nur noch “Oops“, “Sh*t” oder “Hilfe” sagen können gibt es nun Rettung: Ikea bietet nun einen Liefer- & Zusammenbauservice an. Sehr nett. Die drei Motive sind von Grabarz & Partner und zeigen das Problem und die Unfähigkeit der drei Personen nochmals sehr genau…. Gegen diese Unfähigkeit hilft dann halt doch nur externe Hilfe ;) .

Linktipp: Ladenzeile.de

Ich möchte euch heute mal wieder eine Seite vorstellen, die es sich absolut zu besuchen lohnt! Jeder von euch kennt bestimmt Seiten, auf welchen Elektronik-Angebote von verschiedensten Online-Shops aggregiert werden und man so den besten Preis bei einer großen Auswahl finden kann. Dies gibt es nun auch für Kleidung und Möbel in der Ladenzeile. Damit man trotzdem die Überblick behält – was bei beinahe 300 Shops und 2,3 Millionen Artikeln nicht gerade einfach ist – gibt es viele Möglichkeiten um per gesuchter Rubrik (z.B. “Schrankwand” oder “Garderobe”), nach Preis, nach Marke und nach vielem mehr zu filtern und zu suchen. Sehr intelligent. Das beste: Es gibt dort nicht nur Möbel, sondern auch Mode. Schauts euch an.

Einfach und günstig abnehmen!!!

Was gibt es heute für Zeug. Alle möglichen Getränke mit 0 Kalorien, also so richtig light, dafür mit viel Süßstoffen wie z.B. Aspertam. Das dieser Stoff beispielsweise auch in der Schweinemast eingesetzt wird ist ja egal. Man nimmt ihn trotzdem in allen möglichen Formen zu sich, um abzunehmen. Sehr smart. Oder man trinkt Lifestyle-Wässer, mit zig verschiedenen Geschmacksrichtungen und vergisst eigentlich das natürlichste aller Getränke. Normales Wasser. Normales Mineralwasser. Wer davon jeden Tag ausreichend trinkt nimmt erstens damit garantiert gar keine Kalorien zu sich und zweitens auch ab. Weil unsere Körper teilweise Hunger von Durst nicht mehr unterscheiden können und wir deswegen manchmal essen obwohl wir trinken müssten. Und wir essen weniger, weil im Bauch weniger Platz ist. Eben darauf will auch Grabarz & Partner für Bad Liebenzeller Sprudel aufmerksam machen. Und da es den Liebenzeller Sprudelwerken, soweit ich weiß (und ich komme aus der Gegend), nicht ganz so gut geht war eine Idee gefragt, die am Besten keine oder keine hohen Mediakosten verursacht. Also kommuniziert man diesen Produktnutzen an die bestehenden Nutzer. Schließlich können diese als Multiplikatoren dienen. Und wie kommuniziert man mit diesen am klügsten? Mit einer Flaschenpost. Das Resultat seht ihr unten.

Ausgelesen: Die Blutlinie | Cody McFadyen

Ja, Semesterferien und der Wunsch wieder mehr zu lesen und sich weniger dem passiven TV-Konsum hinzugeben sind der Grund, dass auch dieses Buch gestern wieder als beendet erklärt werden darf. Sehr spannende Geschichte von der Ermittlerin Smoky Barrett und ihren Kollegen auf der Jagd nach einem Mann, der sich als direkten Nachfahren von Jack the Ripper bezeichnet und wirklich bitterliche Dinge macht. Sehr schockierend beschrieben, sehr krasse Geschichte, man konnte es manchmal kaum aus der Hand legen. Man hinterfragt manche Dinge, stellt Vermutungen an, überlegt sich wie die Schauplätze der Geschichte aussehen könnten, und trotzdem bleibt ein schales Gefühl zurück. Das hat allerdings nichts mit diesem oder dem letzten Buch zu tun. Wenigstens nicht direkt. Indirekt sehr wohl. Es geht darum, dass ich denke, dass es genau so wenig Sinn macht, einen Roman oder Thriller nach dem anderen zu lesen wie sich nur vom Fernsehgerät berieseln zu lassen oder aber nur in Communities rumzuhängen. Also werde ich mir wieder Bücher bestellen. Aber andere. Wenigstens zum Teil. Wer aber auf einen gepflegten Thriller mit vielen Höhepunkten wert legt, der ist mit Cody McFadyen gut bedient und sollte es sich auf jeden Fall im Buchhandel oder Online kaufen.

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