Laaaaaaaangweilig!?!?!?
Auf der Internetseite der Süddeutschen Zeitung kann man derzeit ein Interview mit Frédéric Beigbeder lesen. Der Kreative hat in Frankreich bei Y&R gearbeitet, irgendwann den Bestseller 99 Francs (in Deutschland “39,90″) geschrieben und seinen Job als logische Konsequenz daraus danach an den Nagel gehängt.
Jedenfalls lässt er sich im Interview darüber aus, dass die Arbeit in Werbeagenturen mittlerweile so schlimm ist wie bei Banken. Man bekommt kein Gehalt, sondern Schmerzensgeld. Man arbeitet nicht für den Kunden, sondern für den Mülleimer. Und sowieso ist alles furchtbar und früher war alles besser und viel verdrogter. Klar, die 80er und 90er sind lange vorbei, aber seine pauschalen Aussagen machen irgendwie einen sehr unreflektierten Eindruck. Auch, dass alle Werbung heute langweilig ist. Finde ich nicht. Ihr?
Ich mag den Film und werde das Buch noch lesen. Ebenso wie von Toscani “Die Werbung ist ein lächelndes Aas”. Aber ich würde gerne einmal Beigbeder persönlich treffen. Ihm in die Augen schauen, wenn er solche Aussagen trifft, solche Interviews gibt. Ob er es nur wegen der Publicity macht oder als Selbstdarstellung für sein Ego oder was seine Intention ist. Wahrscheinlich werde ich diese Frage niemals beantworten können.
Auf Stern.de gibt es eine Bilderserie über die Webby-Awards, ausgezeichnete Webseiten aus verschiedensten Gründen. Hier sieht man eindrucksvoll, dass Online nicht langweilig sein muss. Beeindruckender Einsatz von Video bei HBO (www.hboimagine.com), die Web-Show “The Fixers” für Axe als Manifest gegen dröge, langweilige und stets sinnvolle Unterhaltung (www.thefixers.com), ein sehr freizügiger Texter in klassischer Burt Reynolds Pose (sehr schmerzbefreit!!!) unter (www.malcopywriter.com), der Denkplatz von the Economist (thinkingspace.economist.com) und vieles mehr könnt ihr entdecken… wie gesagt, eine vollständige Bildergalerie unter stern.de












