Das erste Mal, Lidl | Freunde des Hauses, Hamburg.
Lidl machts das erste Mal. Eher konservativ. Der erste TV Spot für den Discounter mit dem gelb-blauen Logo läuft seit neuestem. Nach einigen negativen Schlagzeilen wie z.B. den Verdi Enthüllungen mittels des Schwarzbuches und der Leistungsüberprüfung Überwachung von Angstellten durch Sherlock Holmes und dessen Kollegen Arbeitsmotivationsüberwacher Spitzel Detektive kam vor fast genau einem halben Jahr ein genialer Schachzug der Unternehmens-PR von Lidl indem sie den armen Milchbauern als erste die geforderten 10 Cent zugesagt haben. Nun kommt durch diesen für einen Discounter sehr schönen Spot der zweite Schritt um Lidl und seine Eigenmarken als Marke positiv aufzuladen. Alltagsszenen, oder wie die Werbung sich diese vorstellt, die berühren sind ein guter Hebel dafür und ganz geschickt mit dem Schnäppchen-Preise-Element verbunden.
Bei mir wird Lidl trotzdem niemals der beliebteste Laden werden. Liegt an der Aufmachung der Läden, dem Image, das ein anderer Discounter (=Aldi) meines Wissens nach viel viel viel mehr Wert auf qualitativ hochwertige (Eigen-)Marken legt und so weiter. Die Freunde des Hauses sind im übrigen, für jeden der es nicht weiß, eine Beteiligung der “Zum Goldenen Hirschen”-Gruppe.
Ebenfalls über diesen Spot geschrieben haben Horizont und der Werbeblogger.
Der Muffinverkäufer, Royal Bank of Canada | BBDO, Toronto.
Toll animierter Spot! Der Unternehmensberater kommt und der kleine sympatische Muffinverkäufer kann dank toller Ratschläge expandieren. Ist das nicht die typische – eigentlich amerikanische – Geschichte vom Tellerwäscher (bzw. Muffinverkäufer im Park) zum Millionär.
Jungs, Vodafone | McCann Erickson, Rumänien.
Some things work only until a certain age. So make the most of being young.
Sehr lustiger Spot aus Rumänien für Vodafone. Sehr schöne Abwandlung des Claims “Make the most of now.” Nur ob es wirklich die Zielgruppe gut anspricht bloß weil es ein klein wenig frech, frivol und lustig ist? Ich weiß es nicht… sehenswert ist der Spot auf jeden Fall.
Michael Phelps, Visa | TBWA/Chiat/Day.
Die Geschichte und der Erfolg von Michael Phelps bei den olympischen Spielen dieses Jahr ist unglaublich und begeisternd. Als Sponsor zeigte VISA drei verschiedene Spots. Einen vor den Wettkämpfen, einen direkt nachdem Michael Phelps die 8te Goldmedaille gewonnen hatte (erwartungsgemäß eher eine Low-Cost Geschichte: Schließlich konnte man sich ja nicht sicher sein, dass er es schafft) sowie eine weitere Variante welche aufwändiger ist. Dazu die Stimme von Morgan Freeman – extrem passend.
Was allerdings unpassend ist: Der Abbinder nach jedem der drei Spots.
Visa. Proud Sponsor of the olympic games and the only card accepted there.
Während ich es noch nachvollziehen kann, dass sie gerne ihre Sponsoringtätigkeit erwähnen ist es für mich völlig unverständlich, warum gesagt wird das ausschließlich VISA-Karten akzeptiert werden. Damit jeder, der noch spontan nach Peking fliegen will auch seine VISA-Card einsteckt? Damit ihre Monopolstellung bei Olympia aufgrund des Sponsoringvertrags mit dem IOC betont wird? Irgendwie hat das ganze dann leider nichts mit Michael Phelps oder seinen Erfolgen zu tun und stört meines Erachtens den tollen Gesamteindruck des Spots.
Design. Präzision. Leidenschaft. Seat Ibiza | Atletico International.
Zur Markteinführung des neuen Seat Ibiza läuft seit einiger Zeit in Deutschland ein neuer TV-Spot – zum Glück mit dem Hinweis, dass alle Darsteller im Spot wirklich bei Seat arbeiten. Was soll mir das sagen? Das es in einem Automobilkonzern mit tausenden Angestellten wirklich einige hübsche Personen gibt? Wahnsinn. Das hätte ich mir niemals vorstellen können. Zum Glück wurde dafür auch nur ein Casting mit 1.400 Angestellten gemacht. Jedenfalls arbeiten diese Personen in den Bereichen Design, technische Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung.
Nun aber die Auflösung, warum es alles Angestellte von SEAT sind:
Den Verantwortlichen war an dieser Stelle besonders wichtig, dass der neue SEAT Ibiza auch von denjenigen präsentiert wird, die ihn gebaut haben. Mit ihrem Know-how, ihrer Erfahrung, ihrem Engagement und ihrer Motivation. Im Spot steht der hohe Qualitätsanspruch jedes einzelnen Mitarbeiters und damit der der gesamten Marke SEAT im Mittelpunkt.
Tenor: nur wer mit Leidenschaft bei der Sache ist und seine Arbeit nicht nur gut, sondern besser macht, kann Qualitätsmaßstäbe setzen. Der neue SEAT Ibiza setzt diese Maßstäbe in puncto Design und Präzision. Dies spiegelt sich auch im Claim wieder: „Der neue SEAT Ibiza. Design. Präzision. Leidenschaft.”
Der Spot (hier aus Frankreich, allerdings sehr ähnlich mit dem deutschen welcher von Grey FFM adaptiert wurde):
und aus England mit anderen Szenen, einem anderen Schnitt und anderer Musik (sehenswert !).
Was mich bei dem ganzen Spot aber so unglaublich irritiert ist eine andere Sache: Man möchte Design und Präzision kommunizieren und die Fahrszene am Ende in diesem Tunnel sieht sehr nach einer (schlechten?) CGI-Arbeit aus – warum das??? Mir sagt sie jedenfalls nicht zu. Warum kein echtes Auto nehmen und mehr Aufwand betreiben? Sorry, aber für mich nicht verständlich. Via.
100-Meter Lauf, Gesellschaft für Schweizerisch-Tibetische Freundschaft | Euro RSCG, Zürich.
Heute haben die Olympischen Spiele in Peking begonnen. Manche Proteste sind laut, manche Proteste sind leise, manche werden unterdrückt und zum Schweigen gebracht. Nun wurde dieser schöne Spot von Euro RSCG Zürich für oben genannte Gesellschaft entwickelt und von nun an in der Schweiz geschaltet. Schade, dass er nur dort kommt, aber das ist sicherlich auch eine finanzielle Frage. Nun gut. Hoffentlich bringen die Proteste weltweit etwas. Via otr.
Features like no other, Lamborghini Gallardo | Philipp & Keuntje, Hamburg.
Okay, ich glaube es gibt undankbarere Automarken als Lamborghini als Kunden für eine Werbeagentur. Mit Produkten, die nicht so emotional und einzigartig sind wie jene aus Santa Agatha. Trotzdem: Einen so geilen Produktfilm für Messen und Schauräume zu produzieren ist eine Leistung – nur deshalb wird er hier gezeigt.
Dazu hier die Mitteilung von PuK
ES GEHT NOCH EXTREMER
20.06.2008 Philipp und Keuntje inszeniert den Lamborghini Gallardo LP 560-4 im neuen Spot als radikalen Supersportwagen mit außergewöhnlichen Produktversprechen.
Der neue Gallardo LP 560-4 ist kompromisslos, extrem und besitzt Features, die sonst kein Supersportwagen hat. Im Spot “Features like no others” spielen sie deshalb die Hauptrolle: Mit dem “Mobile Number Collecting Set” fliegen dem Fahrer die Nummern aller Models nur so zu und die “Get into all Clubs Function” öffnet die Türen der angesagtesten Partys. Für die Realisierung dieses Highlights in der zehnjährigen Kunde-Agenturbeziehung war kein Aufwand zu groß. Zwei Präzsionsfahrer, einer davon Driftweltmeister, sorgten für atemberaubende Stunts, aufwändigstes Equipment wie ein “ultimate arm”, ein Heli mit Spacecam und eine spezielle Highspeedkamera kamen zum Einsatz und garantierten eine hollywoodreife Inszenierung. Mit diesem Ergebnis beweist die Marke erneut, dass Lamborghini jederzeit bereit ist, im Bereich Automobil-Spots die Benchmarks zu setzen.
Secret Obsession (Eva Mendes) by Calvin Klein.

Irgendwie sind die USA immer wieder überraschend und lustig. Nachdem Heidi Klum ihre Brustwarzen wegretouschiert wurden und man darüber lächelte wurde nun ein TV-Spot von CK aus dem amerikanischen TV verbannt.
Grund: Eine zu laszive Eva Mendes. Ah ja. Dazu blitzt noch ihre Brustwarze für den Bruchteil einer Sekunde zart durch. Ein Skandal. Grund genug, dass der Spot von Fabien Baron nicht mehr On-Air sein darf.
Schön kalkuliert wie man bei marie claire nachlesen kann. Den Verantwortlichen war von Anfang an bewusst, dass sich in Amerika Wiederstände regen würden und genau dadurch “Secret Obsession” schön pointiert werden kann. Besonders da der Schwerpunkt der Kampagne sowieso auf Print, Online und POS liegt.
Aber egal, Hauptsache es gibt einen Buzz und es wird darüber gesprochen.
Achja, hier noch das Video
Hier gibt es noch die restlichen Printmotive. Via Werbeblogger & Offtherecord.
Erleben, was verbindet. Deutsche Telekom | Tribal DDB, Hamburg.
Was für ein Spot für die deutsche Telekom. Die YouTube Videos von Paul Potts waren schon lange ein Erfolg, wie er mit seiner umwerfenden Stimme trotz seiner unscheinbaren Art, Menschen bewegt und verzaubert. Wenn ich den Spot sehe, ist es jedes Mal ganz großes Gefühlskino. Mitreißend und zum Gänsehaut bekommen. Auch wenn die Telekom auf den ersten Blick nichts damit zu tun hat. Ebenso bewegend, auf eine anderen Art und Weise, wie Where the Hell is Matt. Am Anfang habe ich auch gesagt, es ist schwach, das Telekom jemanden und seine Geschichte vor ihren Karren spannt mit dem sie nichts zu tun haben. Aber egal. Das ist falsch gewesen. Einfach deshalb, weil es in dem Spot so wunderschön inszeniert wurde wie Menschen, egal wo sie sind, was sie gerade tun, in ihrer intimen Privatsphäre, dank T-Mobile auf ihren Handys, Notebooks etc. diese Geschichte miterleben können. Absolut schöne Bilder, tolles Casting. Die Mädchen in der Sporthalle, der Mann daheim, alle…
Der Spot verdeutlicht sehr schön, dass der neue Claim der Telekom “Erleben, was verbindet” die verschiedenen Sparten der Telekom klammert. Sehr Mutig und Emotional wird die Telekom positioniert, klarer als alle Wettbewerber zur Zeit. Man darf gespannt sein, was da noch nachkommt. Wobei mir letztes Jahr der gute Mann von Vodafone auch sehr gut gefallen hat wie er die ganze Welt umarmen wollte.
Sonnenbank, Dänische Krebsgesellschaft | Halbye Kaag, JWT.
So funktionieren virale Videos. Nackte Haut, eine schöne Frau und ein überraschender Witz – wobei man sagen muss: Der lässt eventuell etwas zu lange auf sich warten. Der Spot ist von September 2007, vielleicht gibt es auch bald eine deutsche Adaption mit Gina Lisa. Machen würde die Frau das sicherlich sehr gerne. Ich meine auf der Sonnenbank ist sie sicherlich oft anzutreffen…. aber diese gute Dame heißt Mascha Vang und ist ein Model aus Dänemark.
Maestor, HP TouchSmart PC | Goodby, Silverstein & Partners, San Francisco.
Wunderschön gemacht. Oder?




