Das erste Mal, Lidl | Freunde des Hauses, Hamburg.
Lidl machts das erste Mal. Eher konservativ. Der erste TV Spot für den Discounter mit dem gelb-blauen Logo läuft seit neuestem. Nach einigen negativen Schlagzeilen wie z.B. den Verdi Enthüllungen mittels des Schwarzbuches und der Leistungsüberprüfung Überwachung von Angstellten durch Sherlock Holmes und dessen Kollegen Arbeitsmotivationsüberwacher Spitzel Detektive kam vor fast genau einem halben Jahr ein genialer Schachzug der Unternehmens-PR von Lidl indem sie den armen Milchbauern als erste die geforderten 10 Cent zugesagt haben. Nun kommt durch diesen für einen Discounter sehr schönen Spot der zweite Schritt um Lidl und seine Eigenmarken als Marke positiv aufzuladen. Alltagsszenen, oder wie die Werbung sich diese vorstellt, die berühren sind ein guter Hebel dafür und ganz geschickt mit dem Schnäppchen-Preise-Element verbunden.
Bei mir wird Lidl trotzdem niemals der beliebteste Laden werden. Liegt an der Aufmachung der Läden, dem Image, das ein anderer Discounter (=Aldi) meines Wissens nach viel viel viel mehr Wert auf qualitativ hochwertige (Eigen-)Marken legt und so weiter. Die Freunde des Hauses sind im übrigen, für jeden der es nicht weiß, eine Beteiligung der “Zum Goldenen Hirschen”-Gruppe.
Ebenfalls über diesen Spot geschrieben haben Horizont und der Werbeblogger.
Borussensponsor, Evonik | KNSK, Hamburg.
Wie der geneigte Fußballfan weiß steht auf den Trikots von Borussia Dortmund Evonik. Und als Sponsor muss man auch kommunizieren, dass man Sponsor ist. Also schaltet man zu jedem Bundesliga-Heimspiel in der Stadionzeitschrift (Borussia Aktuell) des BVB ein Motiv zum aktuellen Gegner.
Hier beginnt nun die unsägliche Geschichte. Zum Derby gegen Schalke (welches ja die Gemüter sehr erhitzte. Ein verspielter 3 Tore Vorsprung. Platzverweise. Verweigerte Nachspielzeit) wurde diese Anzeige geschaltet.

Der Texter muss sich gefreut haben als er den Job bekam: Schließlich ist bei einer solchen Rivalität wie es sie zwischen dem BVB und Schalke 04 gibt viel Emotion dabei. Und man darf deutlich freier an die Aufgabe herangehen als wäre es eine große Kampagne für die ganze Republik. Schließlich sehen es nur 80.000 im Westfalenstadion. Und Evonik kann sich dort deutlich frecher und frischer verkaufen wie man es normal von Großunternehmen gewohnt ist und erwarten würde. Diese gewisse stichelnde Ironie ist hervorragend getextet
Leider hatte man die Rechnung nicht mit einigen humorlosen (Politikern) Zeitgenossen gemacht die sofort Dinge äußerten wie
»durch diese Anzeige der Evonik-AG wird eine ganze Stadt mit ihren Bürgerinnen und Bürgern diffamiert und beleidigt.« Das könne weder Stil noch im Interesse des Unternehmens sein.
Gerade Gelsenkirchen und die Menschen vor Ort seien dem Bergbau immer besonders verbunden gewesen und hätten deshalb vorbehaltlos den Bergbau unterstützt – »trotz aller Belastungen, die ihr Kohleabbau und die -verarbeitung mit sich gebracht haben«
»Ich halte diese Anzeige deshalb nicht nur für völlig unangebracht und geschmacklos, sondern unseren Bürgern gegenüber beleidigend.« Eine Entschuldigung sei angebracht.
Starker Tobak. Immerhin reagierte die Pressestelle von Evonik genau richtig. Kurz und ohne einen Rückzieher zu machen. In einem offenen Brief stand folgendes:
»Wir können gut verstehen, dass dem Schalke-Anhänger Haertel der Humor nach dem Spiel am Samstag vergangen ist«, erklärte eine Unternehmens-Sprecherin auf Anfrage. Mehr gebe es dazu zu nicht zu sagen.
Alles richtig gemacht! Man sollte sich über solch unterhaltsame Anzeigen freuen anstatt beleidigt zu sein. Wie man souverän damit umgehen könnte sieht man auch auf dem Blog Gelsenclan. Diese fühlen sich auch nicht diffamiert, beleidigt oder entehrt und äußern ebenfalls nur unverständniss über ihre Politiker.
Warte bis September, IKEA | Nordpol, Hamburg.

Schön sinnlose und trotzdem nützliche Sache die man gerade unter warte-bis-September.de vorfindet. Sinnlos ist die ganze Aktion – keinerlei wahrer Mehrwert. Seichte Unterhaltung indem man den lieben Nils kontaktieren – via Mail oder Telefon – und beobachten kann.
Nützlich weil es trotzdem wahrgenommen wird. Es die Idee der Fernsehspots konsequent im Web weiterträgt. Man es trotz der Sinnlosigkeit gerne besucht. Weil es aus den bekannten Schemata der Webspecials ausbricht. Weil das ganze Neu ist. Neu gedacht. Konsequent. Er twittert sogar und lässt einen an seinem Leben in diesem kaum möbilierten Zimmer teilhaben.
Respekt an Nordpol. Geile Idee. Geile Umsetzung.
Und im Endeffekt auch nicht Sinnlos – es zahlt auf die Marke IKEA ein. Genau so, wie es sein sollte.
…aus Leidenschaft, Honda Accord | Scholz & Friends, Hamburg.

Es scheint als sei es ein neuer Trend in der Automobilwerbung Mitarbeiter und deren Identifikation mit dem Produkt zu zeigen. Nach Seat und ihrem “Alle Darsteller in diesem Spot sind Mitarbeiter“-Ibiza Spot kommt nun auch der neue Spot von Scholz & Friends für den neuen Accord mit Mitarbeitern daher. Allerdings sind es diesmal keine echten Mitarbeiter. Stattdessen bestehen diese aus dem Material, mit welchem sie auch arbeiten. Im Modellbau sind sie aus Ton, in der Lackiererei aus blauer Lackfarbe und in der Entwicklung am PC aus grünen Drahtgittermodellen (erinnert mich irgendwie an Matrix).
Leider gibts den Spot derzeit noch nicht bei Horizont oder YouTube werde ihn aber bei Gelegenheit nachreichen. Ansonsten werdet ihr ihn in nächster Zeit sicherlich auch hin und wieder auf den Reichweitenstarken Sendern sehen.
Erleben, was verbindet. Deutsche Telekom | Tribal DDB, Hamburg.
Was für ein Spot für die deutsche Telekom. Die YouTube Videos von Paul Potts waren schon lange ein Erfolg, wie er mit seiner umwerfenden Stimme trotz seiner unscheinbaren Art, Menschen bewegt und verzaubert. Wenn ich den Spot sehe, ist es jedes Mal ganz großes Gefühlskino. Mitreißend und zum Gänsehaut bekommen. Auch wenn die Telekom auf den ersten Blick nichts damit zu tun hat. Ebenso bewegend, auf eine anderen Art und Weise, wie Where the Hell is Matt. Am Anfang habe ich auch gesagt, es ist schwach, das Telekom jemanden und seine Geschichte vor ihren Karren spannt mit dem sie nichts zu tun haben. Aber egal. Das ist falsch gewesen. Einfach deshalb, weil es in dem Spot so wunderschön inszeniert wurde wie Menschen, egal wo sie sind, was sie gerade tun, in ihrer intimen Privatsphäre, dank T-Mobile auf ihren Handys, Notebooks etc. diese Geschichte miterleben können. Absolut schöne Bilder, tolles Casting. Die Mädchen in der Sporthalle, der Mann daheim, alle…
Der Spot verdeutlicht sehr schön, dass der neue Claim der Telekom “Erleben, was verbindet” die verschiedenen Sparten der Telekom klammert. Sehr Mutig und Emotional wird die Telekom positioniert, klarer als alle Wettbewerber zur Zeit. Man darf gespannt sein, was da noch nachkommt. Wobei mir letztes Jahr der gute Mann von Vodafone auch sehr gut gefallen hat wie er die ganze Welt umarmen wollte.
Freudensprünge, Sixt | Jung von Matt, Hamburg.

Diese Anzeige kam gestern im Handelsblatt und ich fand sie einfach so geil, dass ich sie einscannen musste um sie euch zu zeigen. Ich hoffe wir haben einen Sommer der mit wirklich viel Cabriowetter aufwartet.
Rasenmäherkalender, Bosch | Jung von Matt, Hamburg.

Sehr feine Idee für einen Rasenmäher von Bosch um die Händler jeden Tag anzusprechen. Ein außergewöhnlicher Stellkalender bei welchem täglich ein wenig “Gras” fällt. Via aotw.
Alsterblick für jedermann, Astra | Philipp & Keuntje, Hamburg.

Mal wieder eine schöne Astra-typische Werbung für das neue Alsterwasser (=Radler). Via Horizont.
Smart contra Bulli, Smart & Volkswagen | BBDO, Düsseldorf & Grabarz & Partner, Hamburg.
Hier hatte ich euch schonmal den gelungenen Spot von BBDO Düsseldorf für den Smart gezeigt und das Umweltschutz auch anders gelebt werden kann.

Grabarz, mit jeder Menge Humor ausgestattet, schaltete für Volkswagen (da im Spot ein VW Bulli -das ultimative Hippi-Auto- gezeigt wird) eine amüsante Retourkutsche. Zwar ist der absolute Verbrauch des Smarts geringer, aber relativ gesehen zu den möglichen Fahrgästen ist der Bulli der Sieger. “Und besseren Sex hat man auch darin”. Sehr süß.

Nun reagierte BBDO seinerseits wirklich erstklassig für SMART und schaltete die abfotografierte Grabarz-Anzeige mit der Headline: “Auf die Größe kommt’s nicht an, sondern auf die Technik” (was ja unter Umweltgesichtspunkten auch völlig stimmt, schließlich schafft der Smart Euro4 – der Bulli wohl nicht.
Die lieben Agenturen hatten wohl ihren rießen Spaß damit – und wir auch. So machts Spaß. Danke! Via werbenews.
Wer ihn sieht, sieht nichts anderes, Passat CC | Grabarz & Partner, Hamburg.
Sehr schöner, ästhetischer Film der zur Zeit für den (sehr schicken) neuen Volkswagen Passat CC im Fernsehen als Werbespot läuft.
As long as, Unicef | Serviceplan, Hamburg.



Auf das Tier zum Bier, Holsten Pilsener | Scholz & friends.

Ich finde die gesamte Kampagne echt klasse. Besonders passt es doch absolut zum Lebensgefühl vom Sommer. Ich freue mich darauf mit meinen Freunden bald mal wieder so richtig schön zu Grillen und n Bierchen dazu zu trinken. Das Bild habe ich von der Holsten – Pilsener Homepage – dort kann man es als Wallpaper Downloaden.
Btw: Nochmals vielen Dank an Frank der meinen Blog wieder zum laufen gebracht hat. Beschde !!!




