dümmste Selbstmordmethode, INEN Cancer Prevention Center | Pragma DDB, Lima.

Mittlerweile weiß wohl jeder das Rauchen ungesund ist. Laut den EU-Warnhinweisen auf den Kippenschachteln (und dem gesunden, ratinalen Menschenverstand) ist es sogar oft tödlich. Trotzdem rauchen viele, fangen an oder hören partout nicht auf.

De facto ist aber genau das wie ein Selbstmord auf Zeit. In etwa genau so bescheuert, wie es in dieser Kampagne dargestellt wird. Als würde man sich – ohne sich anzuschnallen – als lebender Crash-Test-Dummie irgendwo hineinsetzen. Oder das süße Zebrakostüm überstreifen um dann in den Löwenkäfig zu springen…. oder, oder, oder. Via aotw.

Make your own, Alfa Romeo MiTo | Saffirio Torelli Vigotti.

Die Kampagne für den neuen Alfa Romeo MiTo ist ein tolles Stück Arbeit. Der neue MiTo soll wie der kleine Bruder aus dem gleichen Konzern (der Fiat 500) zum Kult avancieren. Deshalb sind die TV-Spots einfach und erzählen kurze Bildergeschichten. Auf Bannern das gleiche. Mit dem Ziel, dass sich Jedermann seinen eigenen MiTo-Spot bastelt. Nice.

So small, CSS Versicherungen | Beaufort8, Stuttgart.

Nachdem ich vor einiger Zeit für Hallimash* bereits eine Rezension für die CSS Versicherung geschrieben habe kommen nun 3 sehr nette Printmotive. Alle 3 sagen, sowohl bildlich als auch textlich sehr schön, dass die Beiträge bei Nicht-Inanspruchnahme nur sehr klein sind. Wäre die Versicherung aus Schwaben würden alle Headlines mit “le” aufhören. Beiträgle, Tarifle, Sümmle. Ich finds jedenfalls sehr gut gelungen. Bei adsoftheworld hat (vermutlich ein Schweizer?) dann allerdings geäußert

That’s exactly why lots of swiss don’t like the germans!

Vielleicht ein etwas humorloser Zeitgenosse. Wobei schon etwas dran ist: Viele Deutsche machen sich über das Schweizerdeutsch lustig und verkennen, dass es nicht ein Dialekt und die Unfähigkeit Hochdeutsch zu sprechen sondern eine eigenständige Sprache ist.

Wie gesagt, ich finde es trotzdem lustig. Außerdem wurden die Motive sicherlich auch von der schweizer Konzernzentrale abgesegnet. Vermute ich mal. Via.

*In Zukunft werde ich keine Rezensionen mehr für Trigami oder Hallimash schreiben. Die Angebote wurden schlicht und ergreifend immer unseriöser und sind im Normalfall für allgemeine Blogs wie dem Meinen auch nicht passend. Beide Accounts sind mittlerweile gelöscht. Der Werbeblogger hatte von Anfang an Recht.

Hundezähne, Pedigree | TBWA, Paris.

Wenn man möchte, dass sein Hund in Zukunft das Dosenfutter selbst öffnet muss man ihm nur hin und wieder die Pedigree Dent Stix geben – die sorgen schließlich für stärkere Hundezähne. Warum jetzt unbedingt noch eine Pedigree-Dose im Napf stehen musste bleibt wohl für ewig ein Geheimnis. Schade. Via aotw.

Bulldogge, Volkswagen Golf TSI | DDB, Stockholm.

Häufig werden in der Werbung Ideen absichtlich oder unabsichtlich recycelt. Vor einiger Zeit habe ich euch diesen traurigen Hund aus Finnland gezeigt. Auf Joelapompe habe ich nun gesehen, dass es exakt die gleiche Idee bereits 2 Jahre früher von DDB in Schweden gab. So etwas.

Haustiere, Lifebuoy Seife | Lowe, Jakarta.


“Du isst, was du berührst.”


“Du isst, was du berührst.”

Diese beiden Printmotive sind einfach nur zum genießen. Für jeden Genießer von Werbung ein hochgenuss. Ich kann mich auf jeden Fall an keine Seifenwerbung erinnern die in einer solchen Richtung umgesetzt wurde. Dazu kommt noch diese tolle Photoshop-Umsetzung (falls es kein Photoshop war ist es ein Fall für den Tierschutzbund).

Merkt euch: Egal wie lieb eure Haustiere sind, wie flauschig das Fell und wie kuschelig die Kleinen: Wascht euch die Hände bevor ihr Muffins oder Croissants esst. Via aotw.

Klassenzimmer, Arjowiggins | EuroRSCG, Sao Paulo.

“New Curious Ice Silver 200g. The heavier paper from Arjowiggins.” Sehr schönes Motiv aus Brasilien welches ohne Headline nicht funktionieren würde. So aber versteht man, dass das neue Papier noch dicker und stärker ist. Interessant anders gedacht. Via ibelieve.

Borussensponsor, Evonik | KNSK, Hamburg.

Wie der geneigte Fußballfan weiß steht auf den Trikots von Borussia Dortmund Evonik. Und als Sponsor muss man auch kommunizieren, dass man Sponsor ist. Also schaltet man zu jedem Bundesliga-Heimspiel in der Stadionzeitschrift (Borussia Aktuell) des BVB ein Motiv zum aktuellen Gegner.

Hier beginnt nun die unsägliche Geschichte. Zum Derby gegen Schalke (welches ja die Gemüter sehr erhitzte. Ein verspielter 3 Tore Vorsprung. Platzverweise. Verweigerte Nachspielzeit) wurde diese Anzeige geschaltet.

Der Texter muss sich gefreut haben als er den Job bekam: Schließlich ist bei einer solchen Rivalität wie es sie zwischen dem BVB und Schalke 04 gibt viel Emotion dabei. Und man darf deutlich freier an die Aufgabe herangehen als wäre es eine große Kampagne für die ganze Republik. Schließlich sehen es nur 80.000 im Westfalenstadion. Und Evonik kann sich dort deutlich frecher und frischer verkaufen wie man es normal von Großunternehmen gewohnt ist und erwarten würde. Diese gewisse stichelnde Ironie ist hervorragend getextet

Leider hatte man die Rechnung nicht mit einigen humorlosen (Politikern) Zeitgenossen gemacht die sofort Dinge äußerten wie

»durch diese Anzeige der Evonik-AG wird eine ganze Stadt mit ihren Bürgerinnen und Bürgern diffamiert und beleidigt.« Das könne weder Stil noch im Interesse des Unternehmens sein.

Gerade Gelsenkirchen und die Menschen vor Ort seien dem Bergbau immer besonders verbunden gewesen und hätten deshalb vorbehaltlos den Bergbau unterstützt – »trotz aller Belastungen, die ihr Kohleabbau und die -verarbeitung mit sich gebracht haben«

»Ich halte diese Anzeige deshalb nicht nur für völlig unangebracht und geschmacklos, sondern unseren Bürgern gegenüber beleidigend.« Eine Entschuldigung sei angebracht.

Starker Tobak. Immerhin reagierte die Pressestelle von Evonik genau richtig. Kurz und ohne einen Rückzieher zu machen. In einem offenen Brief stand folgendes:

»Wir können gut verstehen, dass dem Schalke-Anhänger Haertel der Humor nach dem Spiel am Samstag vergangen ist«, erklärte eine Unternehmens-Sprecherin auf Anfrage. Mehr gebe es dazu zu nicht zu sagen.

Alles richtig gemacht! Man sollte sich über solch unterhaltsame Anzeigen freuen anstatt beleidigt zu sein. Wie man souverän damit umgehen könnte sieht man auch auf dem Blog Gelsenclan. Diese fühlen sich auch nicht diffamiert, beleidigt oder entehrt und äußern ebenfalls nur unverständniss über ihre Politiker.

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Deep Blue, Quicksilver | Saatchi & Saatchi, Kopenhagen.

Das Saatchi & Saatchi Kopenhagen wirklich schicke Werbung macht haben müssen sie nicht mehr beweisen. Dafür stehen Ideen wie jene für Coca Cola oder Quicksilver. Diese wunderschönen Artworks für die Jeanslinie Quicksilver Deep Blue werden auf jeden Fall noch Preise gewinnen – soviel ist sicher! Wunderbar gemacht und ein weiterer Beweis der kreativen Exzellenz aus Dänemark. Via aotw.

Exponent, Volkswagen | DDB, Mailand.

Genuine Volkswagen Accesoires. Sehr schönes Motiv um zu zeigen, dass originale Zusatzteile ein Fahrzeug noch stärker aufwerten. Via ibelieve.

Ein kleines Potpourri an schönen Motiven.

Gestern über eine bunte Mischung von “67 verdammt lustigen Anzeigen” gestolpert. Teilweise fand ich sie nicht ganz so dolle, viele habe ich schon vor längerer Zeit auf meinem Blog gezeigt aber hier mal 5 Stück die mir sehr ins Auge gefallen sind. Es beginnt mit dem extrem heißen Ketchup von Heinz über die unglaublich großen Burgerking-Burger und daraus entstehenden Mund-Verletzungen und einer anschließenden Pepsi mit einem Schuss Limette. Danach zieht ein Wonderbra alle Blicke auf sich um danach die Finger etwas mit der Sony PSP zu trainieren. Besonders bei den Motiven 1 und 4 sieht man die Ähnlichkeit zu anderen Kampagnenmotiven und wie eine Idee durchgetragen werden kann. Leider sind bei der Quelle keinerlei Agenturen oder Länder angegeben – schade. Ansonsten aber eine sehr nette Ansammlung. Besuchenswert.

America’s power, Consol Energy | BRUNNER, Pittsburgh.


“America’s power starts with us.” Wunderschöne grafische Arbeit für die kohlefördernde Firma Consol in den USA. Wenn man es genau nimmt, ist es die größte Firma was die Untertage-Förderung angeht. Ich hoffe, sie denken Nachhaltig und überlegen sich jetzt schon, was nach der Kohle kommt. In Deutschland werden ja schon sehr lange hohe Subventionen gezahlt. In den USA gibt es zwar breitere Kohleflöze als in Deutschland aber die Ressource an sich ist weder nachhaltig noch umweltfreundlich. Ein Auslaufmodell. Nun gut, das Motiv ist trotzdem sehr nice. Via aotw.

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